Oder: Was Jule mich über Vertrauen gelehrt hat.
Manche Hunde verändern unser Leben.
Nicht nur durch ihre Liebe.
Sondern auch durch das, was sie uns lehren.
Jule war genau so ein Hund.
Viele der heutigen Artikel auf diesem Blog wären ohne sie nie entstanden.
Sie war der Grund, warum ich mich immer intensiver mit Naturheilkunde beschäftigt habe.
Und sie war der Hund, der mir gezeigt hat, dass es manchmal mehr gibt, als wir auf den ersten Blick erklären können.
Jule war ein ganz besonderer Hund
Ihre Autoimmunerkrankung begleitete sie fast ihr ganzes Leben.
Zunächst bereitete ihr der Magen-Darm-Trakt immer wieder Probleme.
Später kamen ihre Augen dazu.
Doch das eigentlich Besondere war ihre unglaubliche Empfindlichkeit.
Jule reagierte auf vieles.
Auf Zusatzstoffe im Futter.
Auf Konservierungsmittel.
Auf Medikamente.
Teilweise sogar auf Konservierungsmittel, die in Medikamenten enthalten waren.
Manchmal genügte schon eine Kleinigkeit und ihr gesamter Körper geriet aus dem Gleichgewicht.
Ein Tierheilpraktiker, der uns viele Jahre begleitet hat
Unseren Tierheilpraktiker kannte ich damals schon viele Jahre. Zum ersten Mal war ich mit Kaba bei ihm – lange bevor Jule in unser Leben kam.
Damals ahnte ich noch nicht, wie oft ich später mit Jule seine Hilfe brauchen würde.
Er war für mich einer der außergewöhnlichsten Menschen, die ich kennenlernen durfte.
Nicht laut.
Nicht spektakulär.
Sondern ruhig, aufmerksam und mit einem unglaublichen Wissen.
Menschen kamen aus ganz Deutschland zu ihm.
Für uns war das ein großes Glück.
Denn wir wohnten nur wenige Kilometer entfernt.
Über viele Jahre begleitete er Jule immer dann, wenn wir wieder einmal nicht weiterwussten.
Ich habe bis heute sämtliche Empfehlungen aufbewahrt und mitgeschrieben.
Sie liegen noch immer in einem Ordner.
Dann kam die Diagnose
Mit den Jahren entwickelte Jule zusätzlich eine Pigmentkeratitis.
Eine Augenerkrankung, bei der die Hornhaut zunehmend pigmentiert wird.
Unbehandelt kann sie dazu führen, dass Hunde immer schlechter sehen und schließlich sogar ganz erblinden.
Wir fuhren zu einer Tierärztin, die sich auf Augenerkrankungen beim Hund spezialisiert hatte. Sie erklärte uns die Situation sehr verständlich.
Die übliche Behandlung bestand aus immunsuppressiven Augentropfen.
Sie sollten das Fortschreiten der Erkrankung möglichst verlangsamen.
Das Problem war nicht die Diagnose
Das Problem war Jule.
Oder genauer gesagt:
Ihr Körper.
Schon die Augenspülung vor jeder Untersuchung reichte aus, damit es ihr am Abend schlecht ging.
Sie erbrach.
Rieb sich ununterbrochen die Augen.
War unruhig.
Und litt sichtbar.
Als wir schließlich mit den eigentlichen Augentropfen beginnen sollten, wurde es noch schlimmer.
Selbst kleinste Mengen schienen ihr starke Schmerzen zu verursachen.
Sie ließ sich die Tropfen kaum geben und reagierte jedes Mal sehr heftig.
Zusätzlich musste sie zum Schutz vor UV-Licht einen speziellen Augenschutz tragen.
Es war keine einfache Zeit.
Zwischen zwei Wegen
Ich sprach damals offen mit unserer Augenärztin.
Sie sagte ehrlich:
„Wir haben hier keine andere Möglichkeit. Versuchen Sie wenigstens eine möglichst kleine Dosis.“
Ich verstand ihre Sicht vollkommen.
Sie wollte verhindern, dass Jule ihr Augenlicht verlor.
Gleichzeitig wusste ich aber auch, wie sehr mein Hund unter jedem einzelnen Tropfen litt.
Ich fühlte mich hin- und hergerissen.
Wir entschieden uns für einen anderen Weg
Also vereinbarte ich einen Termin bei unserem Tierheilpraktiker.
Gemeinsam überlegten wir, was für Jule möglich sein könnte.
Die Bioresonanztherapie begleitete uns schon seit vielen Jahren. Üblicherweise wird sie eingesetzt, um den Körper energetisch zu unterstützen. Dabei geht man davon aus, dass jede Zelle und jedes Organ feine Schwingungen aussendet und ein Ungleichgewicht im Körper sich auch im energetischen System widerspiegeln kann.
Was unser Tierheilpraktiker damals vorschlug, war jedoch etwas anderes.
Es war kein üblicher Behandlungsweg, sondern ein Versuch – entstanden aus seiner langjährigen Erfahrung und weil Jule die verordneten Augentropfen selbst in kleinsten Mengen kaum vertrug.
Er übertrug mithilfe der Bioresonanz die Information des verordneten Medikaments auf eine konservierungsmittelfreie Tränenersatzflüssigkeit.
Diese Tropfen erhielt Jule täglich.
Zusätzlich bekam sie Euphrasia.
Warum mich Euphrasia bis heute an Jule erinnert und weshalb Augentrost einen festen Platz in unserer Hausapotheke hatte, erzähle ich in diesem Beitrag.
👉 Euphrasia (Augentrost) für Hunde – unsere Erfahrungen
Gemeinsam mit unserem Tierheilpraktiker entschieden wir uns damals, diesen Weg zu versuchen.
Die verordneten Augentropfen setzte ich ab.
Diese Entscheidung fiel mir alles andere als leicht. Ich wusste, dass wir damit von der üblichen Behandlung abwichen, und hatte große Sorge, ob wir das Richtige taten.
Drei Monate voller Zweifel
Alle drei Monate stand die nächste Kontrolle bei der Augenärztin an.
Je näher der Termin rückte, desto größer wurde meine Sorge.
Ich fragte mich immer wieder:
Was ist, wenn ich falsch entschieden habe?
Was ist, wenn die Pigmentierung inzwischen deutlich schlimmer geworden ist?
Ich hatte der Augenärztin übrigens nie erzählt, dass ich die verordneten Tropfen nicht mehr gab.
Nicht aus Misstrauen.
Sondern weil ich zunächst selbst wissen wollte, wohin dieser Weg führte.
Mit diesem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet
Die Untersuchung begann.
Ich wartete.
Und wartete.
Dann schaute mich die Augenärztin an.
Die Pigmentierung hatte sich nicht verschlechtert.
Im Gegenteil.
Die Augen wurden von Untersuchung zu Untersuchung klarer.
Die Veränderungen gingen zurück.
Nicht nur langsamer.
Sondern tatsächlich Stück für Stück.
Ich saß sprachlos im Behandlungszimmer.
Für uns war das ein kleines Wunder.
Was ich aus dieser Zeit gelernt habe
Diese Geschichte ist keine Empfehlung.
Und sie ersetzt selbstverständlich keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.
Sie erzählt lediglich das, was wir mit Jule erlebt haben.
Ich habe großen Respekt vor der Schulmedizin.
Genauso bin ich aber dankbar, dass ich Menschen kennenlernen durfte, die bereit waren, auch andere Möglichkeiten mitzudenken.
Nicht gegeneinander.
Sondern miteinander.
Bis heute kann ich nicht erklären, warum sich Jules Augen damals so entwickelt haben.
Ich weiß nur, was wir erlebt haben.
Und genau deshalb habe ich beschlossen, diese Geschichte aufzuschreiben.
Vielleicht erinnert sie daran, dass jeder Hund einzigartig ist.
Dass nicht jede Behandlung für jeden Hund gleich gut passt.
Und dass es manchmal sinnvoll sein kann, gemeinsam mit erfahrenen Tierärzten und qualifizierten Therapeuten offen über verschiedene Möglichkeiten nachzudenken.
🐾 Jule würde heute wahrscheinlich sagen:
„Ich wollte einfach nur keine Tropfen, von denen mir die Augen so brennen.“
❤️
Was Jule mir geschenkt hat
Jule hat mich gelehrt, genauer hinzusehen.
Nicht vorschnell aufzugeben.
Fragen zu stellen.
Und offen zu bleiben.
Sie war einer der Gründe, warum ich Tierheilpraktikerin geworden bin.
Warum ich mich mit Energetik, Naturheilkunde, Homöopathie, Bioresonanz und auch mit Ernährung für Hunde beschäftigt habe.
Nicht, weil ich Antworten gesucht habe, die gegen die Schulmedizin stehen.
Sondern weil ich Antworten gesucht habe, die Jule geholfen haben.
Und dafür werde ich ihr für immer dankbar sein. ❤️
Jule war einer der Gründe, warum ich mich immer intensiver mit Naturheilkunde beschäftigt habe. Warum sie meinen Blick auf Hundegesundheit verändert hat, erzähle ich hier:
👉 Jule – warum sie meinen Blick auf Hundegesundheit verändert hat
Ein Mensch, dem ich unendlich dankbar bin
Wenn ich heute auf diese vielen Jahre zurückblicke, denke ich oft an unseren Tierheilpraktiker.
Ich bin diesem Menschen unendlich dankbar.
Nicht nur, weil er Jule immer wieder geholfen hat.
Sondern weil ich durch ihn unglaublich viel lernen durfte.
Er hat nie versprochen, Wunder zu vollbringen.
Er hat sich Zeit genommen.
Zugehört.
Beobachtet.
Nachgedacht.
Und er hat mich gelehrt, den Blick nicht vorschnell auf nur einen einzigen Weg zu richten.
Vor allem aber hat er mir etwas mitgegeben, das mich bis heute begleitet.
Dass wir unseren Tieren zuhören dürfen.
Und dass wir auch uns selbst vertrauen dürfen.
Niemand kennt einen Hund so gut wie der Mensch, der jeden Tag mit ihm lebt.
Natürlich braucht es gute Tierärzte.
Natürlich braucht es Diagnosen.
Und manchmal auch Medikamente.
Aber manchmal spüren wir als Halter auch sehr deutlich, wenn etwas für unseren eigenen Hund nicht passt.
Dieses Gefühl sollte man nicht leichtfertig ignorieren.
Nicht, um medizinischen Rat abzulehnen.
Sondern um gemeinsam weiterzudenken.
Mit Menschen, denen wir vertrauen.
Mit Offenheit.
Mit Respekt.
Und immer mit dem Wohl des Tieres im Mittelpunkt.
Jule hat mich gelehrt, genauer hinzusehen.
Unser Tierheilpraktiker hat mir gezeigt, den Mut zu haben, Fragen zu stellen.
Und beides zusammen hat meinen Weg verändert.
Nicht nur als Hundehalterin.
Sondern auch als Tierheilpraktikerin, Energetikerin und Mensch.
Dafür werde ich beiden mein Leben lang dankbar sein.
❤️
🐾 Mehr Erinnerungen an meine Herzenshunde
Jule hat mich gelehrt, niemals vorschnell aufzugeben.
Kaba hat mir gezeigt, dass ein Labrador manchmal seinen ganz eigenen Kopf hat.
Beide haben mein Leben geprägt – jede auf ihre ganz eigene Weise.
Wenn Du ihre Geschichten weiterlesen möchtest, findest Du sie hier:
🤎 Als Kaba beschloss, fremde Küchen zu erkunden
🤍 Als aus „Sie wird nicht alt“ zwölf wundervolle Jahre wurden









