Schlagwort: Herzenshunde

Manche Hunde hinterlassen Pfotenabdrücke im Herzen, die ein Leben lang bleiben. Kaba und Jule haben mich geprägt, mir unendlich viel beigebracht und meinen Blick auf Hunde, Gesundheit und das Leben verändert. Diese Geschichten gehören ihnen.

  • 🐾Als alle sagten: „Es gibt keine andere Möglichkeit.“

    🐾Als alle sagten: „Es gibt keine andere Möglichkeit.“

    Oder: Was Jule mich über Vertrauen gelehrt hat.

    Manche Hunde verändern unser Leben.

    Nicht nur durch ihre Liebe.

    Sondern auch durch das, was sie uns lehren.

    Jule war genau so ein Hund.

    Viele der heutigen Artikel auf diesem Blog wären ohne sie nie entstanden.

    Sie war der Grund, warum ich mich immer intensiver mit Naturheilkunde beschäftigt habe.

    Und sie war der Hund, der mir gezeigt hat, dass es manchmal mehr gibt, als wir auf den ersten Blick erklären können.


    Jule war ein ganz besonderer Hund

    Ihre Autoimmunerkrankung begleitete sie fast ihr ganzes Leben.

    Zunächst bereitete ihr der Magen-Darm-Trakt immer wieder Probleme.

    Später kamen ihre Augen dazu.

    Doch das eigentlich Besondere war ihre unglaubliche Empfindlichkeit.

    Jule reagierte auf vieles.

    Auf Zusatzstoffe im Futter.

    Auf Konservierungsmittel.

    Auf Medikamente.

    Teilweise sogar auf Konservierungsmittel, die in Medikamenten enthalten waren.

    Manchmal genügte schon eine Kleinigkeit und ihr gesamter Körper geriet aus dem Gleichgewicht.


    Ein Tierheilpraktiker, der uns viele Jahre begleitet hat

    Unseren Tierheilpraktiker kannte ich damals schon viele Jahre. Zum ersten Mal war ich mit Kaba bei ihm – lange bevor Jule in unser Leben kam.

    Damals ahnte ich noch nicht, wie oft ich später mit Jule seine Hilfe brauchen würde.

    Er war für mich einer der außergewöhnlichsten Menschen, die ich kennenlernen durfte.

    Nicht laut.

    Nicht spektakulär.

    Sondern ruhig, aufmerksam und mit einem unglaublichen Wissen.

    Menschen kamen aus ganz Deutschland zu ihm.

    Für uns war das ein großes Glück.

    Denn wir wohnten nur wenige Kilometer entfernt.

    Über viele Jahre begleitete er Jule immer dann, wenn wir wieder einmal nicht weiterwussten.

    Ich habe bis heute sämtliche Empfehlungen aufbewahrt und mitgeschrieben.

    Sie liegen noch immer in einem Ordner.


    Dann kam die Diagnose

    Mit den Jahren entwickelte Jule zusätzlich eine Pigmentkeratitis.

    Eine Augenerkrankung, bei der die Hornhaut zunehmend pigmentiert wird.

    Unbehandelt kann sie dazu führen, dass Hunde immer schlechter sehen und schließlich sogar ganz erblinden.

    Wir fuhren zu einer Tierärztin, die sich auf Augenerkrankungen beim Hund spezialisiert hatte. Sie erklärte uns die Situation sehr verständlich.

    Die übliche Behandlung bestand aus immunsuppressiven Augentropfen.

    Sie sollten das Fortschreiten der Erkrankung möglichst verlangsamen.


    Das Problem war nicht die Diagnose

    Das Problem war Jule.

    Oder genauer gesagt:

    Ihr Körper.

    Schon die Augenspülung vor jeder Untersuchung reichte aus, damit es ihr am Abend schlecht ging.

    Sie erbrach.

    Rieb sich ununterbrochen die Augen.

    War unruhig.

    Und litt sichtbar.

    Als wir schließlich mit den eigentlichen Augentropfen beginnen sollten, wurde es noch schlimmer.

    Selbst kleinste Mengen schienen ihr starke Schmerzen zu verursachen.

    Sie ließ sich die Tropfen kaum geben und reagierte jedes Mal sehr heftig.

    Zusätzlich musste sie zum Schutz vor UV-Licht einen speziellen Augenschutz tragen.

    Es war keine einfache Zeit.


    Zwischen zwei Wegen

    Ich sprach damals offen mit unserer Augenärztin.

    Sie sagte ehrlich:

    „Wir haben hier keine andere Möglichkeit. Versuchen Sie wenigstens eine möglichst kleine Dosis.“

    Ich verstand ihre Sicht vollkommen.

    Sie wollte verhindern, dass Jule ihr Augenlicht verlor.

    Gleichzeitig wusste ich aber auch, wie sehr mein Hund unter jedem einzelnen Tropfen litt.

    Ich fühlte mich hin- und hergerissen.


    Wir entschieden uns für einen anderen Weg

    Also vereinbarte ich einen Termin bei unserem Tierheilpraktiker.

    Gemeinsam überlegten wir, was für Jule möglich sein könnte.

    Die Bioresonanztherapie begleitete uns schon seit vielen Jahren. Üblicherweise wird sie eingesetzt, um den Körper energetisch zu unterstützen. Dabei geht man davon aus, dass jede Zelle und jedes Organ feine Schwingungen aussendet und ein Ungleichgewicht im Körper sich auch im energetischen System widerspiegeln kann.

    Was unser Tierheilpraktiker damals vorschlug, war jedoch etwas anderes.

    Es war kein üblicher Behandlungsweg, sondern ein Versuch – entstanden aus seiner langjährigen Erfahrung und weil Jule die verordneten Augentropfen selbst in kleinsten Mengen kaum vertrug.

    Er übertrug mithilfe der Bioresonanz die Information des verordneten Medikaments auf eine konservierungsmittelfreie Tränenersatzflüssigkeit.

    Diese Tropfen erhielt Jule täglich.

    Zusätzlich bekam sie Euphrasia.

    Warum mich Euphrasia bis heute an Jule erinnert und weshalb Augentrost einen festen Platz in unserer Hausapotheke hatte, erzähle ich in diesem Beitrag.

    👉 Euphrasia (Augentrost) für Hunde – unsere Erfahrungen

    Gemeinsam mit unserem Tierheilpraktiker entschieden wir uns damals, diesen Weg zu versuchen.

    Die verordneten Augentropfen setzte ich ab.

    Diese Entscheidung fiel mir alles andere als leicht. Ich wusste, dass wir damit von der üblichen Behandlung abwichen, und hatte große Sorge, ob wir das Richtige taten.


    Drei Monate voller Zweifel

    Alle drei Monate stand die nächste Kontrolle bei der Augenärztin an.

    Je näher der Termin rückte, desto größer wurde meine Sorge.

    Ich fragte mich immer wieder:

    Was ist, wenn ich falsch entschieden habe?

    Was ist, wenn die Pigmentierung inzwischen deutlich schlimmer geworden ist?

    Ich hatte der Augenärztin übrigens nie erzählt, dass ich die verordneten Tropfen nicht mehr gab.

    Nicht aus Misstrauen.

    Sondern weil ich zunächst selbst wissen wollte, wohin dieser Weg führte.


    Mit diesem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet

    Die Untersuchung begann.

    Ich wartete.

    Und wartete.

    Dann schaute mich die Augenärztin an.

    Die Pigmentierung hatte sich nicht verschlechtert.

    Im Gegenteil.

    Die Augen wurden von Untersuchung zu Untersuchung klarer.

    Die Veränderungen gingen zurück.

    Nicht nur langsamer.

    Sondern tatsächlich Stück für Stück.

    Ich saß sprachlos im Behandlungszimmer.

    Für uns war das ein kleines Wunder.


    Was ich aus dieser Zeit gelernt habe

    Diese Geschichte ist keine Empfehlung.

    Und sie ersetzt selbstverständlich keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.

    Sie erzählt lediglich das, was wir mit Jule erlebt haben.

    Ich habe großen Respekt vor der Schulmedizin.

    Genauso bin ich aber dankbar, dass ich Menschen kennenlernen durfte, die bereit waren, auch andere Möglichkeiten mitzudenken.

    Nicht gegeneinander.

    Sondern miteinander.

    Bis heute kann ich nicht erklären, warum sich Jules Augen damals so entwickelt haben.

    Ich weiß nur, was wir erlebt haben.

    Und genau deshalb habe ich beschlossen, diese Geschichte aufzuschreiben.

    Vielleicht erinnert sie daran, dass jeder Hund einzigartig ist.

    Dass nicht jede Behandlung für jeden Hund gleich gut passt.

    Und dass es manchmal sinnvoll sein kann, gemeinsam mit erfahrenen Tierärzten und qualifizierten Therapeuten offen über verschiedene Möglichkeiten nachzudenken.


    🐾 Jule würde heute wahrscheinlich sagen:

    „Ich wollte einfach nur keine Tropfen, von denen mir die Augen so brennen.“

    ❤️

    Was Jule mir geschenkt hat

    Jule hat mich gelehrt, genauer hinzusehen.

    Nicht vorschnell aufzugeben.

    Fragen zu stellen.

    Und offen zu bleiben.

    Sie war einer der Gründe, warum ich Tierheilpraktikerin geworden bin.

    Warum ich mich mit Energetik, Naturheilkunde, Homöopathie, Bioresonanz und auch mit Ernährung für Hunde beschäftigt habe.

    Nicht, weil ich Antworten gesucht habe, die gegen die Schulmedizin stehen.

    Sondern weil ich Antworten gesucht habe, die Jule geholfen haben.

    Und dafür werde ich ihr für immer dankbar sein. ❤️

    Jule war einer der Gründe, warum ich mich immer intensiver mit Naturheilkunde beschäftigt habe. Warum sie meinen Blick auf Hundegesundheit verändert hat, erzähle ich hier:

    👉 Jule – warum sie meinen Blick auf Hundegesundheit verändert hat

    Ein Mensch, dem ich unendlich dankbar bin

    Wenn ich heute auf diese vielen Jahre zurückblicke, denke ich oft an unseren Tierheilpraktiker.

    Ich bin diesem Menschen unendlich dankbar.

    Nicht nur, weil er Jule immer wieder geholfen hat.

    Sondern weil ich durch ihn unglaublich viel lernen durfte.

    Er hat nie versprochen, Wunder zu vollbringen.

    Er hat sich Zeit genommen.

    Zugehört.

    Beobachtet.

    Nachgedacht.

    Und er hat mich gelehrt, den Blick nicht vorschnell auf nur einen einzigen Weg zu richten.

    Vor allem aber hat er mir etwas mitgegeben, das mich bis heute begleitet.

    Dass wir unseren Tieren zuhören dürfen.

    Und dass wir auch uns selbst vertrauen dürfen.

    Niemand kennt einen Hund so gut wie der Mensch, der jeden Tag mit ihm lebt.

    Natürlich braucht es gute Tierärzte.

    Natürlich braucht es Diagnosen.

    Und manchmal auch Medikamente.

    Aber manchmal spüren wir als Halter auch sehr deutlich, wenn etwas für unseren eigenen Hund nicht passt.

    Dieses Gefühl sollte man nicht leichtfertig ignorieren.

    Nicht, um medizinischen Rat abzulehnen.

    Sondern um gemeinsam weiterzudenken.

    Mit Menschen, denen wir vertrauen.

    Mit Offenheit.

    Mit Respekt.

    Und immer mit dem Wohl des Tieres im Mittelpunkt.

    Jule hat mich gelehrt, genauer hinzusehen.

    Unser Tierheilpraktiker hat mir gezeigt, den Mut zu haben, Fragen zu stellen.

    Und beides zusammen hat meinen Weg verändert.

    Nicht nur als Hundehalterin.

    Sondern auch als Tierheilpraktikerin, Energetikerin und Mensch.

    Dafür werde ich beiden mein Leben lang dankbar sein.

    ❤️

    🐾 Mehr Erinnerungen an meine Herzenshunde

    Jule hat mich gelehrt, niemals vorschnell aufzugeben.

    Kaba hat mir gezeigt, dass ein Labrador manchmal seinen ganz eigenen Kopf hat.

    Beide haben mein Leben geprägt – jede auf ihre ganz eigene Weise.

    Wenn Du ihre Geschichten weiterlesen möchtest, findest Du sie hier:

    🤎 Als Kaba beschloss, fremde Küchen zu erkunden

    🤎 Kaba hatte einen Termin

    🤍 Als aus „Sie wird nicht alt“ zwölf wundervolle Jahre wurden

  • 🐾Als aus „Sie wird nicht alt“ zwölf wundervolle Jahre wurden

    🐾Als aus „Sie wird nicht alt“ zwölf wundervolle Jahre wurden

    Wie Kaba mir gezeigt hat, niemals die Hoffnung aufzugeben.

    Ein Hund, auf den ich so lange gewartet hatte

    Es gibt Hunde, die begleiten einen durchs Leben.

    Und es gibt Hunde, die verändern die eigene Sicht auf das Leben.

    Kaba war mein erster Labrador.

    Schon als Kind wusste ich, dass irgendwann wieder ein Hund bei mir leben würde. Ich war mit einem Pudel aufgewachsen und dieser Wunsch hatte mich nie verlassen. Als mein Mann und ich später in die Nähe meiner Eltern zogen, wurde dieser Traum endlich Wirklichkeit.

    Kaba kam als Welpe zu uns.

    Unser Züchter war damals noch jung. Es war erst sein zweiter Wurf, doch schon damals spürte man, mit wie viel Herzblut er seine Hunde aufzog. Die Welpen kannten Radio, Staubsauger, Autofahren, Kinder, andere Hunde, Wald und Wiesen. Sie bekamen den bestmöglichen Start ins Leben.

    Bis heute verbindet uns diese Zucht.

    Über dreißig Jahre später stammt auch Elina von dort.

    Für mich ein wunderschöner Kreis, der sich geschlossen hat.

    Damals arbeitete ich Vollzeit. Morgens standen wir früh auf und drehten eine große Runde, bevor ich zur Arbeit fuhr. Tagsüber kümmerten sich meine Eltern liebevoll um Kaba und nach Feierabend gehörte der Nachmittag wieder uns.

    Wir wohnten in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses – direkt am Park.


    Ein junger Labrador voller Energie

    Kaba war ein typischer junger Labrador.

    Voller Energie.

    Immer bereit zu spielen.

    Immer unterwegs.

    Nach unseren Spaziergängen wollte sie oft gar nicht nach Hause.

    Mitten auf dem Heimweg legte sie sich einfach auf den Boden.

    Kein Schritt weiter.

    In der Hundeschule erzählte ich unserem Trainer davon. Er galt damals als der Labrador-Experte schlechthin.

    Seine Antwort war kurz:

    „Sie ist einfach stur. Du musst Dich durchsetzen.“

    Mal klappte es.

    Mal nicht.

    Heute weiß ich, dass diese Geschichte noch eine ganz andere Erklärung hatte.


    Der Anruf, der alles veränderte

    Als Kaba etwa zwölf Monate alt war, bekamen wir einen Anruf unseres Züchters.

    Mehrere Hunde aus dem Wurf waren schwer an Hüftdysplasie erkrankt.

    Er bat uns eindringlich, Kaba ebenfalls röntgen zu lassen.

    Mit dieser Nachricht hatte niemand gerechnet.

    Eigentlich planten wir gerade unseren Urlaub.

    Das Röntgenbild veränderte alles.

    Schwere Hüftdysplasie.

    Auf beiden Seiten.

    Unsere Tierärztin – die übrigens bis heute Maja und Elina betreut – war selbst sehr betroffen.

    Sie erklärte uns ruhig, welche Möglichkeiten es damals gab, um Schmerzen zu lindern.

    Dann sagte sie einen Satz, den ich niemals vergessen werde:

    „Ich glaube nicht, dass dieser Hund alt wird.“

    Für mich brach eine Welt zusammen.


    Die Hoffnung nicht aufgeben

    Ich konnte und wollte das nicht akzeptieren.

    Also begann ich zu recherchieren.

    Ich telefonierte mit Kliniken.

    Las Fachartikel.

    Suchte nach jeder noch so kleinen Hoffnung.

    Schließlich fand ich eine Klinik, die damals eine neue Operationsmethode anbot.

    Dort erfuhren wir zum ersten Mal, wie schwer Kabas Hüften tatsächlich betroffen waren.

    Der Spezialist schaute mich an und sagte:

    „Dieser Hund muss höllische Schmerzen haben.“

    Sofort kamen die Selbstvorwürfe.

    Wir hatten Kaba in den ersten Monaten jede Treppe getragen.

    Doch irgendwann wurde sie einfach zu schwer.

    Also musste sie selbst laufen.

    Mit Tränen in den Augen fragte ich:

    „Haben wir das verursacht?“

    Seine Antwort werde ich niemals vergessen.

    „Nein. Das hat ihr wahrscheinlich das Leben gerettet.“

    Durch das Treppenlaufen hatte Kaba Muskulatur aufgebaut, die einen Teil der fehlenden Stabilität übernahm.

    Zum ersten Mal fiel eine Last von meinen Schultern.

    Es gab Hoffnung.


    Zwei Operationen und ein Rollrasen auf dem Balkon

    Die Operation wurde direkt nach unserem Urlaub geplant.

    Zuerst die eine Seite.

    Acht Wochen später die andere.

    Für einen gerade einmal einjährigen Labrador begann eine lange Zeit der Schonung.

    Natürlich durfte Kaba keine Treppen laufen.

    Wir trugen sie im Körbchen auf die Wiese hinter unserem Haus.

    Doch Kaba machte einfach nicht.

    Kein Pipi.

    Kein Häufchen.

    Also fuhr ich los und kaufte Rollrasen.

    Ich legte ihn auf unserem Balkon aus und war überzeugt:

    „Jetzt klappt es bestimmt.“

    Kaba betrachtete den neuen Rasen.

    Legte sich gemütlich darauf.

    Und fand ihn einfach wunderbar zum Ausruhen.

    Nach zwei Tagen beschlossen wir, einen anderen Weg zu versuchen.

    Wir setzten sie mitsamt ihrem Körbchen ins Auto, fuhren in den Wald, stellten sie vorsichtig auf den Boden – und endlich konnte sie sich lösen.

    Die nächsten Wochen bestanden aus Geduld.

    Langsamen Spaziergängen.

    Leckerchen suchen in der Wohnung.

    Kleinen Denkspielen.

    Alles, was sie beschäftigen konnte, ohne ihre Hüften zu belasten.

    Nach acht Wochen folgte die zweite Operation.

    Und wieder begann alles von vorn.


    Zwölf Jahre, die niemand erwartet hatte

    Heute weiß ich:

    Jede einzelne Anstrengung hat sich gelohnt.

    Kaba konnte laufen.

    Sie konnte rennen.

    Sie konnte schwimmen.

    Sie konnte einfach Hund sein.

    Ich weiß, dass andere Hunde aus ihrem Wurf dieses Glück leider nicht hatten.

    Vielleicht hatten wir Glück.

    Vielleicht den richtigen Tierarzt.

    Vielleicht den richtigen Zeitpunkt.

    Wahrscheinlich war es von allem ein bisschen.

    Was ich aber ganz sicher weiß:

    Aus einem Hund, dem man mit zwölf Monaten keine lange Zukunft prophezeite, wurden zwölf wundervolle Jahre.

    Zwölf Jahre voller Spaziergänge.

    Voller Abenteuer.

    Voller gemeinsamer Erinnerungen.

    Kaba war ein glücklicher Hund.

    Viele der Geschichten, die ich heute hier auf „Ehrlich auf vier Pfoten“ erzähle – vom Besuch bei Carlos, vom Papagei, von fremden Küchen oder anderen kleinen Abenteuern – wären ohne diese zwölf Jahre niemals entstanden.


    Was Kaba und Jule mich gelehrt haben

    Viele Jahre später kam Jule in unser Leben.

    Auch bei ihr hörte ich mehrfach Sätze wie:

    „Sie hat nur noch ein paar Wochen.“

    Oder:

    „Vielleicht noch ein paar Monate.“

    Wieder begann das Suchen.

    Wieder das Hoffen.

    Wieder das genaue Beobachten.

    Kaba und Jule haben mich auf ganz unterschiedliche Weise unglaublich viel gelehrt.

    Vor allem eines:

    Eine Diagnose beschreibt einen Moment.

    Sie beschreibt niemals die Liebe, den Lebenswillen oder die gemeinsame Zeit, die noch vor einem liegen kann.


    Dankbarkeit

    Wenn ich heute sehe, wie Maja und Elina über Wiesen rennen, durch Bäche planschen oder voller Begeisterung durchs Leben gehen, erfüllt mich vor allem eines:

    Dankbarkeit.

    Dankbarkeit für Kaba.

    Dankbarkeit für Jule.

    Und Dankbarkeit für zwei gesunde, fröhliche, manchmal ziemlich verrückte und gelegentlich auch anstrengende Labrador-Mädchen, die mein Leben jeden Tag bereichern.

    Denn eines haben alle vier Hunde gemeinsam:

    Sie haben mein Leben verändert.

    Jeder auf seine ganz eigene Weise.

    Und genau deshalb gibt es „Ehrlich auf vier Pfoten“.


    📷 Eine kleine Anmerkung

    Die Geschichten von Kaba liegen inzwischen über 30 Jahre zurück. Damals gehörte eine Kamera nicht selbstverständlich zu jedem Spaziergang, und Fotos wurden noch auf Film aufgenommen.

    Deshalb gibt es von Kaba nur wenige Bilder. Manche werden Dir in dieser Rubrik öfter begegnen.

    Ich hoffe, das macht nichts.

    Denn jede dieser Erinnerungen erzählt ein anderes Kapitel aus unserem gemeinsamen Leben. 🤎

  • 🐾Kaba hatte einen Termin

    🐾Kaba hatte einen Termin

    Oder: Warum Labradore manchmal ihre eigenen Pläne haben.

    Freundschaften unter Hunden

    Wer mit Hunden spazieren geht, weiß:

    Nicht nur Menschen schließen Freundschaften.

    Auch Hunde haben ihre Lieblingskumpel.

    Kabas bester Freund war damals Carlos.

    Ein großer, freundlicher Berner Sennenhund.

    Carlos lebte mit seiner Familie direkt am Waldrand. Hinter dem Haus lag ein großer Garten, der direkt an den Park grenzte, in dem wir fast täglich spazieren gingen.

    Unsere Hunde kannten diesen Weg in- und auswendig.

    Und sie wussten ganz genau, wer kurz zuvor dort gewesen war.

    Manchmal genügte ein Geruch.

    Dann wurde plötzlich schneller geschnüffelt.

    Der Kopf ging hoch.

    Und man wusste sofort:

    Der beste Freund war gerade hier.


    Irgendetwas lag in der Luft

    An einem Tag war es wieder so.

    Wir waren noch ganz allein unterwegs.

    Kein anderer Spaziergänger war zu sehen.

    Doch Kaba wurde immer schneller.

    Die Nase dicht über dem Boden.

    Irgendetwas hatte sie entdeckt.

    Ich wusste sofort:

    Carlos musste kurz vorher hier gewesen sein.

    Plötzlich verschwand sie.

    Einmal um die Ecke.

    Aus den Augen.

    Damals waren unsere Spaziergänge noch herrlich entspannt.

    Die Hunde liefen frei.

    Jeder kannte jeden.

    Ich machte mir deshalb überhaupt keine Sorgen.

    „Sie kommt gleich wieder.“

    Und tatsächlich.

    Nach wenigen Minuten bog Kaba wieder um die Ecke.

    Ganz entspannt.

    Als wäre überhaupt nichts gewesen.

    Wir beendeten unseren Spaziergang und gingen nach Hause.


    Der Überraschungsbesuch

    Am nächsten Tag trafen wir Carlos und sein Herrchen.

    Er grinste schon von Weitem.

    „Weißt Du eigentlich, dass Kaba uns gestern besucht hat?“

    Ich schaute ihn völlig überrascht an.

    „Wie bitte?“

    „Ja.“

    „Sie hat sich einfach unser Gartentor aufgeschoben.“

    Ich musste lachen.

    Doch das war erst der Anfang.

    „Dann ist sie direkt in die Küche gelaufen.“

    „Hat Carlos‘ Napf leer gefressen.“

    Natürlich.

    Was auch sonst.


    Carlos, der Papagei und die Oma

    Doch Kaba war noch lange nicht fertig.

    „Danach hat sie unseren Papagei begrüßt.“

    Bis heute muss ich schmunzeln, wenn ich mir vorstelle, was dieser arme Papagei gedacht haben muss, als plötzlich ein junger Labrador vor ihm stand.

    Doch ihre kleine Hausbesichtigung war noch nicht beendet.

    Sie lief die Treppe hinauf.

    Direkt ins Schlafzimmer.

    Dort ruhte sich die Oma der Familie gerade aus.

    Kaba sprang kurzerhand aufs Bett.

    Verteilte ein paar liebevolle Hundeküsschen.

    Stand wieder auf.

    Und verließ das Haus.

    Mission erfüllt.

    Anschließend lief sie einfach zurück zu mir.

    Als wäre sie nur einmal kurz um die Ecke gewesen.


    Typisch Kaba

    Wochenlang war diese Geschichte Gesprächsthema bei unseren Spaziergängen.

    Und ehrlich gesagt …

    Heute muss ich noch genauso darüber lachen wie damals.

    Denn genau das war Kaba.

    Freundlich.

    Neugierig.

    Unfassbar verfressen.

    Und vollkommen überzeugt davon, dass sie überall willkommen war.

    Sie wollte nichts Böses.

    Sie wollte einfach ihren besten Freund besuchen.

    Nur dass zu einem richtigen Besuch für Kaba offenbar auch ein kleiner Abstecher in die Küche, ein kurzer Besuch beim Papagei und ein Guten-Morgen-Küsschen für die Oma gehörten.

    Ob dieses Verhalten typisch Labrador ist?

    Ein bisschen wahrscheinlich schon. ❤️

    Labradore sind neugierig, menschenbezogen und oft davon überzeugt, dass jede offene Tür eine Einladung ist. Genau das macht ihren besonderen Charme aus – und sorgt manchmal für herrlich verrückte Geschichten.

    👉 Mehr über den Charakter dieser wunderbaren Rasse erfährst Du im Beitrag „Labrador – Familienhund oder Energiebündel?“



    🐾 Kaba würde heute wahrscheinlich sagen …

    „Carlos hatte Besuch.

    Die Oma auch.

    Der Papagei vielleicht etwas weniger.“

    ❤️

    🐾 Mehr Erinnerungen an Kaba

    Schon Monate zuvor hatte Kaba bewiesen, dass offene Haustüren für einen Labrador eine echte Einladung sein können.

    👉 Hier geht’s zur Geschichte „Als Kaba beschloss, fremde Küchen zu erkunden“.

    📷 Eine kleine Anmerkung

    Die Geschichten von Kaba liegen inzwischen über 30 Jahre zurück. Damals gehörte eine Kamera nicht selbstverständlich zu jedem Spaziergang, und Fotos wurden noch auf Film aufgenommen.

    Deshalb gibt es von Kaba nur wenige Bilder. Manche werden Dir in dieser Rubrik öfter begegnen.

    Ich hoffe, das macht nichts.

    Denn jede dieser Erinnerungen erzählt ein anderes Kapitel aus unserem gemeinsamen Leben. 🤎

  • 🐾Als Kaba beschloss, fremde Küchen zu erkunden

    🐾Als Kaba beschloss, fremde Küchen zu erkunden

    Oder: Warum ich Labradore niemals unterschätze.

    Ein Spaziergang wie so viele

    Es gibt Geschichten, die vergisst man nie.

    Diese hier ist über dreißig Jahre her.

    Und trotzdem muss ich jedes Mal schmunzeln, wenn ich daran denke.

    Damals war Kaba noch kein halbes Jahr alt. Ein typischer junger Labrador – neugierig, freundlich und überzeugt davon, dass die Welt einzig und allein dafür geschaffen wurde, entdeckt zu werden.

    Wir leben im Bergischen Land.

    Wer unsere Gegend kennt, weiß, wie besonders sie ist. Tiefe Wälder, kleine Bäche, alte Kotten und Fachwerkhäuser, die sich zwischen den Bäumen verstecken. Früher war vieles noch ein bisschen anders. In manchen kleinen Dorfgemeinschaften standen die Haustüren tagsüber einfach offen. Nachbarn kamen auf ein Pläuschken vorbei, Kinder liefen zwischen den Häusern umher – und irgendwie kannte jeder jeden.

    Eines unserer liebsten Spaziergebiete war damals die Gelpe.

    Kaba durfte dort durch den Bach planschen, über Steine klettern und das Leben genießen.


    Ein Bauchgefühl, auf das ich hätte hören sollen

    Eigentlich waren wir schon auf dem Rückweg zum Auto, als ich eine Bekannte aus unserer Hundeschule traf. Sie hatte ebenfalls ihren Labrador dabei.

    Kaba hatte ich kurz zuvor angeleint.

    Nicht ohne Grund.

    Sie war schließlich noch ein Welpe und hörte in diesem Alter eben so gut, wie junge Labradore meistens hören.

    Nämlich … eher nach Lust und Laune.

    Während wir uns unterhielten, sagte meine Bekannte:

    „Ach komm, lass die beiden doch spielen.“

    Ich zögerte.

    „Ich weiß nicht … Kaba hört noch nicht besonders gut. Außerdem stehen die Häuser hier direkt am Waldrand.“

    Dann sagte ich noch halb im Scherz:

    „Nicht, dass sie gleich in irgendeinem Haus landet und in die Kochtöpfe schaut.“

    Meine Bekannte lachte.

    „Ach was! Die beiden spielen doch miteinander. Außerdem ist hier der Bach. Die interessiert jetzt doch nichts anderes.“

    Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen.


    Zwei Minuten später war sie verschwunden

    Also machte ich die Leine ab.

    Die beiden tobten los.

    Vielleicht zwei Minuten.

    Dann blieb Kaba plötzlich stehen.

    Sie drehte sich um.

    Und lief mit einer Zielstrebigkeit los, als hätte sie einen ganz wichtigen Termin.

    Ich rief ihren Namen.

    „Kaba!“

    Keine Reaktion.

    Sie verschwand durch ein Gartentor.

    Ich lief hinterher.

    „Kaba!“

    Immer noch nichts.


    Ein Labrador in der Küche

    Als ich das Haus erreichte, kam sie mir schon fröhlich entgegen.

    Und direkt hinter ihr erschien eine Frau.

    Nicht ganz so fröhlich.

    „Was macht Ihr Hund in meiner Küche?“

    Ich blieb wie angewurzelt stehen.

    „Der wollte mein Essen klauen! Können Sie nicht auf Ihren Hund aufpassen?“

    Mir war das unfassbar peinlich.

    Ich entschuldigte mich mehrfach, leinte Kaba an und verabschiedete mich ziemlich kleinlaut von meiner Bekannten.


    Der Blumenstrauß

    Im Auto saß ich erst einmal schweigend da.

    Eigentlich mochte ich dieses Waldgebiet.

    Und eigentlich wollte ich dort auch weiterhin spazieren gehen.

    Also fuhr ich kurzerhand nicht nach Hause.

    Sondern zum Blumenladen.

    Ich kaufte einen großen Blumenstrauß und klingelte wenig später noch einmal bei der Frau.

    Sie war …

    nun ja …

    nicht gerade begeistert, mich schon wieder zu sehen.

    Einen kurzen Moment hatte ich wirklich das Gefühl, sie würde mir den Blumenstrauß gleich wieder in die Hand drücken.

    Oder schlimmer noch.

    Aber sie nahm ihn schließlich doch an.


    Manche Geschichten brauchen einfach etwas Zeit

    Die nächsten Wochen mied ich diesen Weg.

    Nicht, weil ich Angst hatte.

    Sondern weil es mir einfach immer noch unangenehm war.

    Erst einige Monate später führte uns unser Spaziergang wieder dorthin.

    Dieselbe Straße.

    Dasselbe Haus.

    Dieselbe Haustür.

    Dieselbe Frau.

    Diesmal stand sie lächelnd vor ihrer Tür.

    Wir wechselten ein paar freundliche Worte.

    Der Ärger war längst vergessen.

    Heute kann ich gut verstehen, dass sie damals so erschrocken war.

    Schließlich rechnet wohl niemand damit, dass plötzlich ein junger Labrador durch die offene Haustür spaziert und zielstrebig die Küche ansteuert.

    Und gleichzeitig muss ich heute über Kaba lachen.

    Nicht einmal der Bach.

    Nicht ihr Spielkamerad.

    Nicht mein Rufen.

    Nichts konnte sie von ihrem eigentlichen Vorhaben abbringen.

    Sie hatte offensichtlich Wichtigeres zu tun.

    Nämlich nachzusehen, ob irgendwo ein Kochtopf unbeaufsichtigt war.


    Typisch Kaba

    Wenn ich heute an diese Geschichte denke, muss ich immer noch lächeln.

    Sie war unglaublich freundlich.

    Neugierig bis in die Haarspitzen.

    Und fest davon überzeugt, dass jeder Mensch und jedes Haus sie herzlich willkommen heißen würden.

    Genau das machte sie so besonders.

    Und gleichzeitig muss ich schmunzeln, denn viele dieser Eigenschaften begegnen mir auch heute noch – bei Maja und Elina.

    Neugierig.

    Menschenbezogen.

    Verfressen.

    Und immer bereit für das nächste kleine Abenteuer.

    Ob das typisch Labrador ist?

    Ich glaube schon ein bisschen. ❤️

    Jeder Labrador ist einzigartig und hat seinen eigenen Charakter. Trotzdem gibt es Eigenschaften, die viele dieser wunderbaren Hunde miteinander verbinden.

    👉 Wenn Du mehr über Wesen, Charakter und typische Labrador-Eigenschaften erfahren möchtest, findest Du hier unseren Beitrag: „Labrador – Familienhund oder Energiebündel?“


    🐾 Kaba würde heute wahrscheinlich sagen …

    „Du hast doch selbst gesagt, ich soll nicht in die Kochtöpfe schauen. Von Kühlschränken war nie die Rede.“

    Oder vielleicht einfach:

    „Ein Labrador muss Prioritäten setzen.“ ❤️

    🐾 Noch eine Geschichte über Kaba

    Falls Du glaubst, dass Kaba aus ihrem ersten Küchenbesuch gelernt hat …

    … dann kennst Du sie noch nicht. 😄

    👉 In der nächsten Geschichte besucht sie kurzerhand ihren besten Freund Carlos – inklusive Futternapf, Papagei und einer völlig überraschten Oma.

    👉 Lies auch: Kaba hatte einen Termin – warum sie Carlos zu Hause besuchte.

    📷 Erinnerungen brauchen nicht immer viele Bilder

    Die Geschichten von Kaba sind über 30 Jahre alt. Damals entstanden Fotos nicht nebenbei mit dem Handy, sondern nur ganz bewusst. Deshalb gibt es von ihr nur wenige Aufnahmen.

    Vielleicht begegnet Dir das eine oder andere Bild in mehreren Geschichten wieder. Ich hoffe, das macht nichts – denn jede dieser Erinnerungen erzählt ein anderes Kapitel aus unserem gemeinsamen Leben.

  • 🐾Calmvalera für Hunde – wenn die Welt plötzlich zu groß wird

    🐾Calmvalera für Hunde – wenn die Welt plötzlich zu groß wird

    Wenn ich an Calmvalera denke, denke ich nicht zuerst an Silvester.

    Und auch nicht an Gewitter.

    Ich denke an Jule.

    Denn Jule war einer der sensibelsten Hunde, die ich jemals kennengelernt habe.

    Von außen hätte das wahrscheinlich niemand vermutet.

    Sie war ein großer Schweizer Sennenhund.

    Fast 40 Kilo schwer.

    Ruhig.

    Freundlich.

    Souverän.

    Und trotzdem unglaublich feinfühlig.

    Ein schwerer Start ins Leben

    Schon als Welpe war Jule krank.

    Lange Zeit wussten wir nicht, warum.

    Erst viel später stellte sich heraus, dass ein multiresistenter Keim ihren Start ins Leben geprägt hatte.

    Die vielen Behandlungen in ihrer Welpenzeit belasteten ihren kleinen Körper enorm.

    Später entwickelte sie eine Autoimmunerkrankung.

    Heute glaube ich, dass vieles damals seinen Anfang genommen hat.

    Während andere Welpen die Welt entdeckten, mussten wir vorsichtig sein.

    Keine Welpengruppe.

    Keine Hundeschule.

    Keine Ausflüge mit vielen anderen Hunden.

    Kein unbeschwertes Toben.

    Ihr Immunsystem war zu stark belastet.

    Wir mussten alles tun, um weitere Infektionen zu vermeiden.

    Als die Welt endlich größer wurde

    Erst deutlich später durfte Jule langsam das nachholen, was andere Hunde längst erlebt hatten.

    Neue Orte.

    Neue Menschen.

    Andere Hunde.

    Hundeschule.

    Ausflüge.

    Eigentlich Dinge, die schön sein sollten.

    Und das waren sie auch.

    Aber sie bedeuteten für Jule gleichzeitig Stress.

    Nicht weil sie Angst hatte.

    Sondern weil sie alles unglaublich intensiv wahrnahm.

    Die feinste Seele, die ich kennenlernen durfte

    Manchmal habe ich das Gefühl, Jule hat Dinge gespürt, die anderen verborgen geblieben sind.

    Kein Scherz:

    Wenn es einem Nachbarn drei Häuser weiter nicht gut ging, hatte ich oft das Gefühl, sie merkt das.

    Sie nahm Stimmungen wahr.

    Spannungen.

    Veränderungen.

    Und manchmal genügte schon ein schiefer Blick eines anderen Hundes.

    Abends lag sie dann da.

    Und erbrach vor Anspannung.

    Nicht weil sie krank war.

    Nicht weil sie Angst hatte.

    Sondern weil sie alles mit sich herumtrug.

    Das Verrückte daran:

    Man sah es ihr kaum an.

    Nach außen wirkte sie ruhig.

    Gelassen.

    Fast stoisch.

    Dabei innerlich arbeitete in ihr manchmal ein ganzes Universum.

    Wenn Stress auf den Magen schlägt

    Mit den Jahren lernte ich etwas Wichtiges:

    Stress zeigte sich bei Jule selten über Verhalten.

    Stress zeigte sich über ihren Körper.

    Vor allem über ihren Magen.

    👉 Schmatzanfälle

    👉 Sodbrennen

    👉 Übelkeit

    👉 Magen-Darm-Beschwerden

    Heute würde man vielleicht sagen:

    Der Magen war ihre Schwachstelle.

    Wenn etwas zu viel wurde, meldete er sich zuerst.

    Warum Calmvalera in unsere Hausapotheke einzog

    Genau in solchen Phasen habe ich immer wieder Calmvalera eingesetzt.

    Nicht weil Jule ein ängstlicher Hund war.

    Dafür passt für mich eher Arsenicum.

    👉 Mehr dazu findest du hier:
    Arsenicum album für Hunde – warum mich dieses Mittel immer an Elinas Welpenzeit erinnert

    Bei Jule ging es eher um etwas anderes.

    Um innere Anspannung.

    Um das Gefühl, alles gleichzeitig wahrzunehmen.

    Um einen Hund, der manchmal einfach nicht abschalten konnte.

    Deshalb verbinde ich Calmvalera bis heute mit ihr.

    Jonny – ihr allerbester Freund

    Zum Glück gab es jemanden, der Jule durch ihr ganzes Leben begleitet hat.

    Jonny.

    Einen kleinen Terrier.

    Mutig.

    Frech.

    Und genauso selbstbewusst, wie man sich einen Terrier vorstellt. 😊

    Kennengelernt haben wir Jonny und seine Familie bereits in Jules Welpenzeit.

    Und von Anfang an war da etwas Besonderes zwischen den beiden.

    Das Erstaunliche:

    Jonny mochte nicht jeden Hund.

    Ganz im Gegenteil.

    Bei Jule war das anders.

    Es war, als hätten die beiden sich einfach gefunden. 💛

    Bei ihr war er freundlich.

    Immer.

    Selbst dann, wenn Leckerchen im Spiel waren.

    Und jeder, der Terrier kennt, weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. 😄

    Aus dieser ersten Begegnung entstand eine tiefe Freundschaft, die viele Jahre halten sollte.

    Eine Freundschaft, die beide durch ihr ganzes Leben begleitet hat.

    Auch wir Menschen haben uns gefunden.

    Aus gemeinsamen Spaziergängen wurden Gespräche.

    Aus Begegnungen wurden Erinnerungen.

    Und irgendwann entstand daraus eine Freundschaft, für die ich bis heute unglaublich dankbar bin.

    Als Jule älter wurde.

    Als die Arthrose stärker wurde.

    Als die Spaziergänge immer kürzer wurden.

    War Jonny immer noch da.

    Wenn wir unsere kleinen Runden liefen, ging er oft mit seinem Frauchen ein Stück voraus.

    Und Jule folgte.

    Langsam.

    Meter für Meter.

    Nicht weit.

    Aber oft genau weit genug.

    Bis zum Schluss.

    Ich glaube, Jonny hat Jule immer wieder gesagt:

    👉 Komm, wir gehen noch ein kleines Stück.

    Und manchmal war genau das die Motivation, die sie brauchte.

    Bis heute bin ich überzeugt:

    Hunde brauchen Freunde.

    Nicht jeden Hund.

    Nicht ein großes Rudel.

    Aber manchmal diesen einen besonderen Hund.

    Den, bei dem einfach alles passt.

    DANKE Jonny.💛

    👉 Wie wichtig Hundefreundschaften sein können und warum heute Wilma und Manni für Maja und Elina so eine große Rolle spielen, erzähle ich hier:

    Hundefreundschaft – warum manche Hunde einfach zusammengehören

    Was Jule mir beigebracht hat

    In den ersten Jahren haben wir oft gehört:

    👉 „Dieser Hund hat nur noch wenige Wochen oder Monate zu leben.“

    Doch Jule wurde fast 13 Jahre alt.

    Und sie hat mich mehr gelehrt als jeder andere Hund.

    Wenn ich heute zurückblicke, wird mir immer klarer:

    Jule hat mir weit mehr hinterlassen als Erinnerungen.

    Sie hat meinen Blick verändert.

    Auf Gesundheit.

    Auf Symptome.

    Auf Zusammenhänge.

    Und auf die Frage, was ein Hund uns eigentlich zeigen möchte.

    Ohne Jule wäre ich wahrscheinlich nie den Weg gegangen, der mich später zur Tierheilpraktik geführt hat.

    👉 Ihre Geschichte und warum sie meinen Blick auf Hundegesundheit bis heute prägt, findest du hier:

    Jule – warum sie meinen Blick auf Hundegesundheit verändert hat

    Sie hat mir gezeigt, dass man nicht nur auf Symptome schauen darf.

    Dass hinter Beschwerden oft Zusammenhänge liegen.

    Und dass Sensibilität keine Schwäche ist.

    Sondern eine besondere Stärke.

    Mein Fazit

    Wenn ich heute an Calmvalera denke, denke ich an Jule.

    An ihre feine Seele.

    An ihren schwierigen Start ins Leben.

    An ihre innere Anspannung.

    Und an einen Hund, der trotz allem immer freundlich geblieben ist.

    Vielleicht war genau das ihre größte Stärke.

    Und vielleicht ist genau deshalb bis heute ein Platz für Calmvalera in unserer Hausapotheke reserviert. 💛

  • 🐾Rhus toxicodendron für Hunde – wenn die ersten Schritte die schwersten sind

    🐾Rhus toxicodendron für Hunde – wenn die ersten Schritte die schwersten sind

    Wenn ich an Rhus toxicodendron denke, denke ich sofort an Jule.

    An langsames Aufstehen.

    An vorsichtige erste Schritte.

    Und daran, wie sie nach ein paar Minuten plötzlich wieder deutlich leichter lief.

    Jule war ein großer Schweizer Sennenhund.

    Ruhig.

    Sensibel.

    Und im Alter von Arthrose betroffen.

    🐾 Jule dachte oft:

    „Gib mir einen Moment.“

    Und genau das passt erstaunlich gut zu Rhus tox.

    Was ist Rhus toxicodendron?

    Rhus toxicodendron wird aus dem Giftsumach hergestellt.

    In der Homöopathie wird das Mittel traditionell vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt.

    Typisch sind:

    👉 Steifheit nach Ruhe

    👉 Beschwerden in Gelenken, Muskeln oder Sehnen

    👉 Überlastungen

    👉 Muskelkater

    👉 Arthrose

    👉 Sehnen- und Bänderverletzungen

    Besonders bekannt ist ein Merkmal:

    👉 Die ersten Bewegungen fallen schwer.

    👉 Mit Bewegung wird es besser.

    Genau dieses sogenannte „Einlaufen“ kennt man häufig von Hunden mit Arthrose.

    Jule und die ersten Schritte am Morgen

    Bei Jule konnte man das irgendwann sehr gut beobachten.

    Nach längeren Ruhephasen brauchte sie etwas Zeit.

    Das Aufstehen dauerte länger.

    Die ersten Schritte wirkten vorsichtig.

    Fast steif.

    Doch nach einigen Minuten wurde die Bewegung oft wieder deutlich flüssiger.

    Genau deshalb musste ich bei Rhus tox sofort an sie denken.

    Denn dieses Bild passt fast perfekt zu dem, was in der Homöopathie mit diesem Mittel verbunden wird.

    👉 Mehr über Jules Geschichte und unsere Erfahrungen mit Arthrose findest du hier:

    Arthrose beim Hund

    Nicht nur ältere Hunde bewegen sich manchmal zu viel

    Rhus tox verbinde ich allerdings nicht nur mit Jule.

    Sondern manchmal auch mit Elina. 😄

    Elina besitzt ein besonderes Talent:

    Sie denkt erst hinterher darüber nach, ob etwas vielleicht zu schnell war.

    🐾 Elina denkt:

    „Bremsen wird überbewertet.“

    Waldwege.

    Baumstämme.

    Wiesen.

    Matschlöcher.

    Alles wird mitgenommen.

    Und manchmal merkt man danach durchaus, dass Muskeln, Sehnen oder Gelenke einiges geleistet haben.

    Gerade nach Überlastungen oder ungewohnten Belastungen wird Rhus tox traditionell häufig genannt.

    Bewegung statt Schonung

    Was Jule mir gezeigt hat:

    Bewegung ist wichtig.

    Natürlich angepasst.

    Natürlich ohne Überforderung.

    Aber Bewegung bedeutet oft Lebensqualität.

    Mehrmals täglich kleine Runden haben ihr häufig besser getan als lange Spaziergänge.

    Sie zeigte uns sehr klar, was möglich war.

    Und was nicht.

    🐾 Jule dachte:

    „Heute reicht diese Runde.“

    Und genau das haben wir respektiert.

    Rhus tox und andere natürliche Unterstützung

    Bei Gelenkproblemen schaue ich nie nur auf einen einzelnen Baustein.

    Bei Jule gehörten über die Jahre verschiedene Dinge dazu.

    👉 angepasste Bewegung

    👉 Wärme

    👉 Gewichtskontrolle

    👉 Kräuter

    👉 homöopathische Unterstützung

    Besonders häufig begleitet haben uns:

    👉 Traumeel

    👉 Teufelskralle

    👉 Hagebutte

    👉 Brennnesselsamen

    Rhus tox in unserer Hausapotheke

    Rhus toxicodendron gehört seit vielen Jahren zu den Mitteln, die ich immer im Haus habe.

    Nicht weil es ständig gebraucht wird.

    Sondern weil es für bestimmte Situationen einfach dazugehört.

    Wie viele andere homöopathische Mittel bestelle ich es meist über die Bio-Apotheke, bei der ich auch viele Kräuter und naturheilkundliche Produkte für meine Hunde kaufe.

    Wenn du wissen möchtest, welche Mittel sich außerdem in unserer Hausapotheke befinden, findest du hier einen Überblick:

    👉 Unsere homöopathische Hausapotheke für Hunde

    Mein Fazit

    Für mich wird Rhus tox immer mit Jule verbunden bleiben.

    Mit ihren vorsichtigen ersten Schritten.

    Mit ihrer Geduld.

    Und mit ihrer unglaublichen Fähigkeit, uns genau zu zeigen, was sie brauchte.

    Und manchmal denke ich dabei auch an Elina.

    Die beweist, dass man Gelenke und Muskeln auch auf ganz andere Weise beschäftigen kann. 😄

    🐾 Elina denkt:

    „Das war eine hervorragende Idee.“

    Auch wenn sie das meist erst sagt, nachdem sie irgendwo mit Vollgas durch den Wald geflogen ist.

  • 🐾Magendrehung beim Hund – warum Intuition Jules Leben gerettet hat

    🐾Magendrehung beim Hund – warum Intuition Jules Leben gerettet hat

    (Eine wahre Geschichte über Sekunden, Bauchgefühl und einen lebensgefährlichen Notfall)

    Eine Magendrehung beim Hund ist ein absoluter Notfall.
    Ohne schnelle Behandlung kann sie innerhalb weniger Stunden tödlich enden.

    Und genau deshalb möchte ich dir heute von Jule erzählen.

    Von einem Abend,
    an dem ich plötzlich einfach wusste:

    👉 Hier stimmt etwas nicht.

    Auch wenn fast nichts dafürsprach.


    Jule war schon immer besonders

    Jule war meine große Schweizer Sennenhündin.

    Ruhig.
    Sensibel.
    Fein.

    Und gesundheitlich leider nie ganz unkompliziert.

    Sie litt an einer schweren Autoimmunerkrankung:
    👉 Lupus erythematodes.

    Anfangs wurde sie schulmedizinisch mit Immunsuppressiva behandelt.
    Doch wirklich stabil wurde sie dadurch nicht.

    Also begannen wir naturheilkundlich zu arbeiten.

    Wir unterstützten ihr Immunsystem,
    arbeiteten homöopathisch,
    schauten auf Ernährung,
    Verdauung
    und ihren gesamten Organismus.

    Bei Jule zeigte sich die Erkrankung vor allem über den Magen.

    👉 permanente Übersäuerung
    👉 Schmatzanfälle
    👉 Grasfressen
    👉 Übelkeit

    In schlimmen Phasen habe ich sie sogar nachts halbstündlich mit kleinen Portionen Haferbrei gefüttert.

    Immer nur ein bis zwei Esslöffel.

    Aber genau das half ihr,
    durch die Nächte zu kommen.

    Es dauerte lange,
    bis wir einen Zustand erreicht hatten,
    mit dem sie wirklich stabil leben konnte.

    Jule hat meinen Blick auf Hundegesundheit schon sehr früh für immer verändert.

    Denn durch Jule habe ich gelernt,
    nicht nur Symptome zu sehen —
    sondern Zusammenhänge zu verstehen.

    👉 Warum genau sie meinen Blick auf Hundegesundheit so geprägt hat,
    erzähle ich hier:
    Wie Jule meinen Blick auf Hundegesundheit verändert hat


    Ein ganz normaler Sommerabend…

    Es war ein Samstagabend im Sommer.

    Wir waren bei Freunden zum Grillen eingeladen.

    Unsere Freunde hatten zwei Schäferhunde
    und die drei waren eng miteinander verbunden —
    genau wie heute Maja, Elina, Wilma und Manni.

    Schon damals habe ich gemerkt,
    wie wichtig echte Hundefreundschaften sein können.

    Diese Verbindung zwischen Hunden,
    die einfach zusammengehören,
    berührt mich bis heute.

    👉 Warum solche Begegnungen oft etwas ganz Besonderes sind,
    erzähle ich hier:
    Beste Freunde auf vier Pfoten – auch Hunde haben beste Freunde

    Wir machten uns fertig,
    fuhren los
    und kamen bei unseren Freunden an.

    Jule sprang voller Freude aus dem Auto.

    Und im Nachhinein fiel mir auf:

    👉 Sie hielt einen winzigen Moment inne.

    Damals habe ich dem keine Bedeutung beigemessen.

    Heute weiß ich:
    👉 Oft sind es genau diese kleinen Dinge.


    Dieses Gefühl, das man nicht erklären kann

    Wir saßen im Garten.
    Die Hunde liefen herum.

    Irgendwann legte sich Jule zu mir.

    Und plötzlich hatte ich dieses Gefühl:

    👉 Irgendetwas stimmt nicht.

    Nicht dramatisch.
    Nicht eindeutig.

    Ich konnte es nicht erklären.

    Aber irgendetwas war anders.

    Ich sagte zu meinem Mann und unseren Freunden:

    👉 „Ich gehe mit Julchen mal eben ein paar Meter.“

    Ich leinte sie an
    und ging ein kleines Stück die Straße entlang.

    Dann blieb sie stehen
    und erbrach etwas Schaum.

    Nicht viel.
    Nichts Dramatisches.

    Und trotzdem wusste ich plötzlich:

    👉 Hier stimmt wirklich etwas nicht.


    Der Moment, in dem ich es wusste

    Wir gingen sofort zurück.

    Und ich sagte nur:

    👉 „Wir fahren jetzt sofort in die Klinik.“

    Alle versuchten mich zu beruhigen.

    „Vielleicht ist ihr einfach nur schlecht.“
    „Setz dich doch erstmal.“
    „Warte doch kurz.“

    Aber ich hörte mich plötzlich sagen:

    👉 „Die hat eine Magendrehung.“

    Bis heute kann ich nicht erklären,
    woher dieses Wissen kam.

    Aber meine Stimme ließ in diesem Moment keine Diskussion zu.

    Und ich glaube wirklich,
    dass genau das ihr Leben gerettet hat.


    Die Fahrt in die Klinik

    Wir packten Jule sofort ins Auto
    und fuhren los.

    Die Fahrt zur Tierklinik dauert normalerweise etwa 30 Minuten.

    An diesem Abend kam sie mir endlos vor.

    Jede Baustelle.
    Jede Minute.
    Jeder kleine Stopp fühlte sich falsch an.

    Im Auto rief ich bereits in der Klinik an.

    Und ich sagte nur:

    👉 „Bereiten Sie alles vor. Wir kommen mit einer Magendrehung.“

    Auch dort gab es keine Diskussion.
    Keine langen Fragen.

    Man hörte vermutlich sofort,
    wie ernst die Situation war.


    Sekunden entscheiden

    Als wir in der Klinik ankamen,
    hoben wir Jule aus dem Auto.

    Und tatsächlich:

    👉 Der OP war bereits vorbereitet.

    Wir wurden sofort durchgebracht.

    Kurze Zeit später kam die Tierärztin zu uns.

    Und sagte:

    👉 „Ja. Ihr Hund hat eine Magendrehung. Wir operieren jetzt.“

    Ich weiß noch,
    wie die Zeit danach verschwamm.

    Diese Stunden des Wartens…
    gehören zu den schlimmsten überhaupt.


    Die Operation

    Irgendwann kam die Nachricht:

    👉 Die Operation war erstmal gut verlaufen.

    Aber jetzt hieß es:
    abwarten.

    Denn eine Magendrehung ist eine massive Belastung für den Körper.

    Und gerade bei einem Hund wie Jule,
    der ohnehin gesundheitlich angeschlagen war,
    war alles noch viel kritischer.


    Die Zeit danach

    Schon am nächsten Morgen telefonierte ich wieder mit der Klinik.

    Sie hatte die Nacht überstanden.
    Aber es ging ihr nicht wirklich gut.

    Und ich wusste:

    👉 Gerade für Jule war die Versorgung unglaublich wichtig.

    Durch ihre massive Magenübersäuerung
    waren längere Futterpausen für sie kaum auszuhalten.

    Ich besprach mit der Klinik,
    wie sie versorgt werden musste.

    Einen Tag später fragte mich die Tierärztin schließlich:

    👉 „Möchten Sie sie nach Hause holen?“

    Sie hatte das Gefühl,
    dass die Versorgung zuhause für Jule besser möglich wäre.

    Und genau das haben wir getan.


    Heilung auf allen Ebenen

    Die nächsten Wochen waren nicht einfach.

    Eine Magendrehungs-OP ist eine riesige Operation.

    Und gerade bei gesundheitlich empfindlichen Hunden
    braucht der Körper oft lange,
    um sich davon zu erholen.

    Wir unterstützten Jule:

    👉 naturheilkundlich
    👉 homöopathisch
    👉 über Ernährung
    👉 über Ruhe
    👉 und einfach mit ganz viel Beobachtung

    Und langsam…
    wurde es tatsächlich besser.


    Was ist eine Magendrehung beim Hund?

    Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen um die eigene Achse.

    Dadurch werden:

    👉 Mageneingang
    👉 Magenausgang
    👉 Blutgefäße
    👉 und teilweise auch die Milz abgeschnürt.

    Der Magen kann sich dadurch massiv mit Gasen aufblasen.

    Ohne schnelle Operation endet eine Magendrehung fast immer tödlich.


    Symptome einer Magendrehung beim Hund

    Nicht jeder Hund zeigt sofort alle Symptome.

    Mögliche Anzeichen sind:

    👉 plötzlich starke Unruhe
    👉 häufiges Hinlegen und wieder Aufstehen
    👉 erfolgloser Würgereiz
    👉 Speicheln oder Schaum erbrechen
    👉 harter oder aufgeblähter Bauch
    👉 gekrümmter Rücken
    👉 schnelle Atmung
    👉 Schwäche oder Kreislaufprobleme
    👉 der Hund wirkt „irgendwie komisch“

    Und genau dieser letzte Punkt ist wichtig.

    Denn manchmal spürt man einfach:

    👉 Das ist nicht normal.


    Bitte niemals abwarten

    Das möchte ich wirklich aus tiefstem Herzen sagen:

    👉 Wenn du auch nur den Verdacht auf eine Magendrehung hast:
    FAHR SOFORT LOS.

    Nicht beobachten.
    Nicht schlafen legen.
    Nicht bis morgen warten.

    Eine Magendrehung ist ein Rennen gegen die Zeit.

    Und genau deshalb hat Jule überlebt:

    👉 weil wir sofort gehandelt haben.

    Die Ärzte haben uns später ganz klar gesagt:

    👉 Hätten wir länger gewartet,
    hätte sie es vermutlich nicht geschafft.


    Was ich aus diesem Abend gelernt habe

    Manchmal zeigt uns unser Hund ganz leise,
    dass etwas nicht stimmt.

    Und manchmal wissen wir Dinge,
    bevor wir sie erklären können.

    Ich glaube bis heute,
    dass Intuition etwas unglaublich Wertvolles ist.

    Gerade bei unseren Tieren.


    Mein Fazit

    Eine Magendrehung ist einer der schlimmsten Notfälle beim Hund.

    Und trotzdem wird sie oft zu spät erkannt,
    weil viele Hunde anfangs nur kleine Veränderungen zeigen.

    Deshalb wünsche ich mir,
    dass möglichst viele Menschen die Symptome kennen.

    👉 Speichere dir diesen Beitrag ab.
    👉 Du wirst ihn hoffentlich niemals brauchen.

    Aber wenn doch…

    👉 kann dieses Wissen vielleicht ein Leben retten 💛

  • 🐾Arthrose beim Hund – erste Anzeichen erkennen und natürlich unterstützen

    🐾Arthrose beim Hund – erste Anzeichen erkennen und natürlich unterstützen

    Arthrose beim Hund entwickelt sich oft schleichend. Viele Hunde zeigen lange Zeit nur kleine Veränderungen: langsameres Aufstehen, vorsichtigere Bewegungen oder weniger Freude an bestimmten Aktivitäten. Umso wichtiger ist es, früh hinzuschauen und den Hund im Alltag bestmöglich zu unterstützen.

    Arthrose beim Hund beginnt oft ganz leise

    Wenn ein Hund älter wird, verändert sich vieles.

    Nicht plötzlich.
    Nicht dramatisch.

    Sondern langsam.

    Fast unbemerkt.

    Das Aufstehen dauert morgens etwas länger.
    Treppen werden vorsichtiger.
    Und irgendwann merkt man plötzlich:

    👉 Der eigene Hund bewegt sich nicht mehr wie früher.

    Genau so war es bei Jule.

    Jule war ein großer Schweizer Sennenhund.
    Fast 40 Kilo schwer.
    Ruhig.
    Sensibel.
    Und unglaublich fein in ihrer Art.

    Im Alter entwickelte sie Arthrose.

    Und damit veränderte sich unser Alltag Stück für Stück.


    Hunde zeigen oft sehr genau, was sie brauchen

    Jule war immer sehr sensibel.

    Und sie hat uns immer deutlich gezeigt,
    was sie noch konnte —
    und was nicht mehr.

    Wenn wir unsere Runden gelaufen sind,
    blieb sie irgendwann einfach stehen.

    Hat mich angeschaut.

    Nicht hektisch.
    Nicht unruhig.

    Einfach ganz klar.

    👉 „Jetzt reicht es.“

    Manchmal drehte sie von selbst um
    und lief langsam Richtung Auto.

    Als würde sie sagen:

    👉 „Für heute ist genug.“

    Und genau das war etwas,
    das ich erst lernen durfte:

    👉 hinsehen
    👉 zuhören
    👉 und akzeptieren,
    dass Unterstützung manchmal bedeutet,
    langsamer zu werden 💛


    Typische Anzeichen für Arthrose beim Hund

    Viele Veränderungen wirken anfangs harmlos.

    Oft denkt man zuerst:
    👉 „Er wird eben älter.“

    Doch gerade kleine Veränderungen können erste Hinweise sein.

    Typische Anzeichen können sein:

    • langsames oder schweres Aufstehen
    • Steifheit nach Ruhephasen
    • Probleme beim Springen
    • Treppen vermeiden
    • weniger Spielfreude
    • vorsichtige Bewegungen
    • schnelleres Ermüden
    • Schonhaltungen
    • Unsicherheit bei bestimmten Bewegungen

    Gerade große Hunde sind häufig betroffen.


    Bewegung bleibt trotzdem wichtig

    Viele Hunde mit Arthrose möchten sich weniger bewegen,
    weil bestimmte Bewegungen unangenehm geworden sind.

    Trotzdem ist Bewegung unglaublich wichtig.

    Nicht Überlastung.
    Aber regelmäßige, sanfte Bewegung.

    Bei Jule haben wir irgendwann gelernt:

    👉 lieber mehrere kleine Runden
    statt einer großen.

    Und wir haben angefangen,
    uns stärker an ihrem Tempo zu orientieren.

    Nicht mehr:
    👉 „Wir müssen noch weiter.“

    Sondern:
    👉 „Was tut ihr heute gut?“

    Schwimmen und gelenkschonende Bewegung

    Gerade Bewegung im Wasser kann viele Hunde mit Gelenkproblemen gut unterstützen.

    Das Körpergewicht wird entlastet,
    während die Muskulatur trotzdem arbeitet.

    Auch deshalb lieben viele Hunde kontrollierte Bewegung im Wasser.


    Natürliche Unterstützung bei Arthrose beim Hund

    Arthrose ist nicht heilbar.

    Aber es gibt viele Möglichkeiten,
    den Hund unterstützend zu begleiten.

    Gerade Ernährung,
    sanfte Unterstützung
    und natürliche Ergänzungen
    können eine wichtige Rolle spielen.


    Kurkuma bei Arthrose

    Kurkuma wird aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften häufig unterstützend bei Gelenkproblemen eingesetzt.

    Viele Hundehalter nutzen es ergänzend,
    um Entzündungsprozesse im Körper zu unterstützen.

    👉 Mehr dazu findest du hier:
    Kurkuma für Hunde

    Hagebutte bei Arthrose

    Hagebutten enthalten viel Vitamin C und Antioxidantien.

    Sie werden häufig eingesetzt,
    um den Körper bei entzündlichen Prozessen zu unterstützen.

    👉 Mehr dazu hier:
    Hagebutte für Hunde

    Teufelskralle bei Arthrose

    Auch Teufelskralle wird häufig unterstützend bei Gelenkbeschwerden eingesetzt.

    Ihr wird eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung nachgesagt.

    👉 Mehr dazu hier:
    Teufelskralle für Hunde

    Brennnessel bei Arthrose

    Auch Brennnessel wird häufig unterstützend bei Gelenkbeschwerden eingesetzt.

    Ihr wird eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung nachgesagt.

    Ich bin ein großer Fan der Brennnessel und nutze sie sehr gerne bei meinen Hunden.
    Vor allem Brennnesselsamen bekommen bei uns regelmäßig ihren Platz im Napf – zur Unterstützung der Gelenke, für Haut und Fell und einfach als kleine natürliche Ergänzung im Alltag.

    Wenn du mehr über die Brennnessel erfahren möchtest:

    👉Brennnesselsamen – unterschätztes Superfood für Hunde


    Homöopathische Unterstützung bei Arthrose

    Neben Kräutern wie Teufelskralle, Hagebutte oder Brennnessel haben wir Jule zeitweise auch homöopathisch begleitet.

    Gerade in Phasen, in denen die Beweglichkeit stärker eingeschränkt war oder das Aufstehen morgens sichtbar schwerer fiel, habe ich immer wieder auf Mittel zurückgegriffen, die traditionell im Zusammenhang mit Gelenken, Muskeln und Bewegungsapparat eingesetzt werden.

    Dazu gehörten bei uns vor allem:

    👉 Traumeel

    👉 Rhus toxicodendron

    Traumeel hat uns über viele Jahre begleitet und gehört bis heute zu den Mitteln, die ihren festen Platz in unserer Hausapotheke haben.

    Rhus tox verbinde ich dagegen sofort mit Jule und ihren ersten Schritten am Morgen. Denn typisch für dieses Mittel ist, dass Bewegung oft Erleichterung bringt und die ersten Schritte nach Ruhephasen am schwersten fallen.

    👉 Mehr über unsere Erfahrungen mit Traumeel findest du hier:

    Traumeel für Hunde – eine bunte Mischung pflanzlicher Helfer

    👉 Mehr über Rhus toxicodendron und Jules Geschichte findest du hier:

    Rhus toxicodendron für Hunde – wenn die ersten Schritte die schwersten sind


    Wärme kann bei Arthrose unglaublich wohltuend sein

    Gerade an kalten Tagen habe ich bei Jule gemerkt,
    wie gut ihr Wärme getan hat.

    Sie liebte ihr Körbchen.
    Die Ruhe.
    Und oft lag sie ganz entspannt mit einem warmen Kirschkernkissen im Rücken 💛

    Wärme kann bei chronischen Gelenkbeschwerden sehr wohltuend sein,
    weil sie:

    👉 die Muskulatur lockert
    👉 die Durchblutung fördert
    👉 und Schmerzen lindern kann

    Gerade Hunde mit Arthrose verspannen häufig zusätzlich,
    weil sie versuchen, bestimmte Bewegungen zu vermeiden.

    Und genau dort kann sanfte Wärme unterstützen.

    Wir haben vor allem genutzt:

    • Wärmflasche, Kirschkernkissen
    • warme Decken
    • weiche Liegeplätze
    • und bei nass-kaltem Wetter auch einen Hundemantel

    Wichtig ist dabei immer:

    👉 Die Wärme sollte angenehm und sanft sein
    👉 niemals zu heiß
    👉 und der Hund sollte selbst entscheiden können, ob er dort liegen bleiben möchte

    Bei akuten Entzündungen oder geschwollenen, heißen Gelenken kann dagegen Kühlung sinnvoller sein.

    Aber bei chronischen Beschwerden habe ich bei Jule oft gemerkt:

    👉 Wärme bedeutete Entspannung.

    Und manchmal konnte man richtig sehen,
    wie ihr ganzer Körper langsam losgelassen hat 💛


    Weitere Unterstützung im Alltag

    Mit Arthrose verändern sich oft die kleinen Dinge im Alltag.

    Und genau diese kleinen Anpassungen machen häufig den größten Unterschied.

    Hilfreich können sein:

    • orthopädische Liegeplätze
    • Wärme
    • Teppiche gegen Rutschen
    • gelenkschonende Bewegung
    • Gewichtskontrolle
    • Unterstützung beim Einsteigen oder Treppenlaufen

    Bei Jule war vor allem das Einsteigen ins Auto irgendwann schwierig.

    Nicht weil sie nicht wollte.
    Sondern weil sie nicht mehr konnte.

    Eine große Hilfe war für uns später eine Multifunktionsweste mit Griff,
    durch die ich sie stabil unterstützen konnte,
    ohne sie komplett tragen zu müssen.

    👉 Darüber erzähle ich hier mehr:
    Wenn Treppen plötzlich schwer fallen


    Sicherheit im Haus – kleine Veränderungen mit großer Wirkung

    Was viele unterschätzen:

    Gerade glatte Böden können für Hunde mit Arthrose unglaublich anstrengend sein.

    Fliesen,
    Laminat
    oder Parkett sehen für uns harmlos aus —
    für einen unsicheren Hund bedeuten sie oft Stress.

    Denn das Fell unter den Pfoten wirkt auf glatten Böden fast wie ein kleiner „Rutschfaktor“.

    Der Hund verliert leichter den Halt,
    rutscht weg
    oder bewegt sich automatisch vorsichtiger,
    um nicht auszurutschen.

    Und genau das belastet die Gelenke zusätzlich.

    Bei Jule habe ich irgendwann gemerkt,
    wie unsicher sie auf glatten Böden wurde.

    Also habe ich angefangen,
    überall dort kleine Teppiche und Läufer auszulegen,
    wo sie normalerweise entlanglief.

    Vom Körbchen Richtung Küche.
    Zum Garten.
    Zum Wassernapf.

    👉 Kleine sichere Wege durch das Haus.

    Und man hat sofort gemerkt,
    wie viel entspannter sie sich bewegt hat.

    Rutschfeste Teppiche,
    Läufer
    oder zusätzliche Antirutschmatten können Hunden mit Arthrose enorm helfen,
    weil sie:

    👉 mehr Sicherheit geben
    👉 die Gelenke entlasten
    👉 Fehlbelastungen reduzieren
    👉 und Verspannungen vorbeugen können

    Gerade ältere Hunde profitieren oft unglaublich von solchen kleinen Anpassungen im Alltag.

    Denn manchmal sind es genau diese unscheinbaren Veränderungen,
    die dem Hund wieder ein Stück Sicherheit zurückgeben 💛


    Arthrose verändert vieles – aber nicht die Persönlichkeit

    Was mich bei Jule am meisten berührt hat:

    Sie blieb immer sie selbst.

    Ruhig.
    Fein.
    Und unglaublich klar in ihrer Kommunikation.

    Sie wurde langsamer.
    Vorsichtiger.

    Aber sie verlor nie ihre Würde.

    Und genau das hat mir gezeigt:

    👉 Unterstützung bedeutet nicht,
    dem Hund alles abzunehmen.

    Sondern ihm zu helfen,
    weiter Hund sein zu dürfen.


    Meine Sicht

    Arthrose verändert vieles.

    Langsamer.
    Leiser.
    Und oft schleichend.

    Aber sie bedeutet nicht automatisch,
    dass Lebensfreude verschwindet.

    Mit Verständnis,
    angepasster Bewegung,
    Unterstützung
    und kleinen Veränderungen im Alltag
    kann man seinem Hund oft sehr viel Lebensqualität erhalten.

    Und manchmal sind es genau diese gemeinsamen,
    ruhigeren Wege,
    die plötzlich besonders wertvoll werden 💛

    Gerade bei chronischen Beschwerden wie Arthrose können auch naturheilkundliche Wege eine schöne Unterstützung sein.

    Jule wurde über die Jahre nicht nur mit Kräutern begleitet.

    Auch homöopathische Mittel gehörten zeitweise zu unserer Unterstützung.

    Immer angepasst an die jeweilige Situation.

    Nicht als Ersatz für eine tierärztliche Behandlung.

    Sondern als Teil eines ganzheitlichen Blicks auf den Hund.

    Hinweis

    Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.
    Natürliche Unterstützung und Ergänzungen sollten immer individuell mit dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abgestimmt werden.

  • 🐾Kaba – und warum ich meiner inneren Stimme vertraut habe…beim Abschied von meinem Hund

    🐾Kaba – und warum ich meiner inneren Stimme vertraut habe…beim Abschied von meinem Hund

    Der Abschied vom Hund gehört zu den schwersten Momenten überhaupt. Umso wichtiger ist es, den eigenen Weg zu finden – mit Liebe, Vertrauen und dem Gefühl, das Richtige zu tun. In diesem Beitrag erzähle ich, warum meine Labradorhündin Kaba ihren letzten Weg zuhause gehen durfte.

    Kaba, meine braune Labrador-Hündin, konnte im Frieden über die Regenbogenbrücke gehen, weil ich meiner inneren Stimme vertraut habe.

    Dieses Erlebnis ist 30 Jahre her.
    Und doch glaube ich, dass es heute wichtiger ist denn je:

    👉 unserer inneren Stimme zu vertrauen.

    Wenn sich plötzlich alles verändert

    Kaba war 12 Jahre alt, als sich plötzlich alles veränderte.

    Wir waren spazieren.
    Bis dahin war sie fit, ganz normal unterwegs.

    Dann setzte sie sich hin, um Pipi zu machen –
    und schrie plötzlich laut auf.

    Von einem Moment auf den anderen war alles anders.

    Sie hatte starke Schmerzen.
    War panisch.

    👉 Wir mussten sofort in die Tierklinik.


    Eine Nacht voller Angst und Hoffnung

    Dort wurde sie untersucht.

    Die Tierärzte sagten mir, ihr Zustand sei kritisch.
    Sie müsse über Nacht bleiben.

    Ich fuhr nach Hause.
    Ohne meinen Hund.

    Diese Nacht war… schwer.

    Ich war nur noch in Gedanken bei ihr.
    Fühlte mich hilflos.
    Und unfassbar traurig.

    Ich habe gebetet.
    Einfach nur gehofft, dass alles gut wird.


    Als meine innere Stimme plötzlich ganz klar wurde

    Und dann war da plötzlich etwas.

    Ganz leise.
    Aber klar.

    Immer wieder hörte ich in mir:

    👉 „Bitte hol mich nach Hause.
    Ich will nicht hier sein.
    Ich möchte bei dir sein.“


    Die Entscheidung gegen die Tierklinik

    Am nächsten Morgen waren wir früh in der Klinik.

    Die Diagnose:

    Ein Tumor hatte die Harnwege blockiert.

    Die Tierärzte sagten,
    es sei das Beste, sie sofort einzuschläfern.

    Und trotzdem wusste ich:

    👉 Ich möchte sie mit nach Hause nehmen.

    Es fühlte sich richtig an.

    Auch wenn mir gesagt wurde,
    ich dürfe sie nicht unnötig leiden lassen.
    Ich solle nicht egoistisch sein.

    Aber tief in mir war ich sicher.


    Der Abschied zu Hause – in Ruhe und Frieden

    Nach einigem Hin und Her durfte ich sie mitnehmen.

    Zuhause angekommen,
    konnte sie noch einmal durch ihren Garten schnüffeln.

    Wir trugen sie in ihr Körbchen.

    Ich rief unsere Tierärztin an
    und bat sie, zu uns zu kommen.

    👉 Ich wusste: Der Zeitpunkt ist jetzt.
    Aber hier. In ihrem Zuhause.

    Den ganzen Tag saß ich bei ihr.

    Streichelte sie.
    War einfach da.

    Sie bekam alles, was sie mochte.

    Und sie war…

    ruhig.
    entspannt.
    im Einklang.

    Und dankbar.

    Dieses Gefühl war ganz deutlich spürbar.


    Der Moment des Loslassens

    Als die Tierärztin kam,
    lag sie in meinen Armen.

    Und sie konnte gehen.

    In Frieden.


    Was mir diese Erfahrung gezeigt hat

    Natürlich war ich unendlich traurig.

    Aber gleichzeitig war da dieses Gefühl:

    👉 Ich habe das Richtige getan.

    Und genau das hat es ein kleines bisschen leichter gemacht.

    Ich bin diesem Hund unendlich dankbar.

    Damals wusste ich noch nichts von Tierkommunikation.

    Und doch weiß ich heute:

    👉 Ich habe sie gehört.


    Was unsere Hunde uns lehren

    Unsere Hunde öffnen unser Herz.

    Und vielleicht lehren sie uns vor allem eines:

    👉 Vertraue deiner inneren Stimme.

    Kennst du das auch?

    Diese tiefe Verbindung zu einem Hund,
    der dich ein Stück deines Lebens begleitet.

    Sie sind da.
    Jeden Tag.
    In all den kleinen Momenten.

    Und irgendwann kommt dieser eine Tag,
    an dem wir für sie da sein müssen.

    Für mich war immer klar:

    👉 Diesen letzten Weg sollen sie nicht alleine gehen.

    Sondern dort, wo sie sich sicher fühlen.
    Wo sie zuhause sind.
    Und wo sie wissen, dass sie geliebt werden.

    Vielleicht ist genau das der Moment,
    in dem wir ihnen etwas zurückgeben können.
    Von all der Liebe, die sie uns ihr ganzes Leben geschenkt haben.

    Wenn du mehr über Kaba und die Rasse des Labradors lesen möchtest, lies hier.

  • 🐾Wenn Treppen plötzlich schwer werden – wie wir Jule im Alltag unterstützt haben

    🐾Wenn Treppen plötzlich schwer werden – wie wir Jule im Alltag unterstützt haben

    Wenn ein Hund älter wird, verändern sich viele Dinge – oft ganz leise. Treppen werden zur Herausforderung, ins Auto springen fällt plötzlich schwer und Bewegungen werden vorsichtiger. Besonders bei großen Hunden wie einem Schweizer Sennenhund mit 40 Kilo stellt sich schnell die Frage: Wie kann ich meinen Hund im Alltag unterstützen, ohne ihn tragen zu müssen?

    In diesem Artikel erzähle ich dir unsere Geschichte mit Jule, die im Alter Arthrose entwickelt hat, und zeige dir, welche Unterstützung uns wirklich geholfen hat – ehrlich, alltagstauglich und ohne unnötige Hilfsmittel.

    Es kommt leise… und plötzlich ist alles anders

    Jule war immer stark.

    Ein großer Schweizer Sennenhund.
    Fast 40 Kilo.
    Und einfach… da. Immer.

    Doch im Alter wurde es langsam anders.

    Jule entwickelte Arthrose.
    Und damit kamen die Veränderungen – ganz leise.

    Erst zögerlicher.
    Dann vorsichtiger.

    Und irgendwann kam der Moment, an dem ich gemerkt habe:

    👉 Treppen fallen ihr schwer.


    Die kleinen Dinge werden zu großen Herausforderungen

    Es waren nicht nur die Treppen.

    Auch ins Auto springen –
    früher ein kurzer, selbstverständlicher Satz.

    Plötzlich blieb sie stehen.

    Hat geschaut.
    Gezögert.

    Und man hat gemerkt:

    👉 Sie wollte.
    👉 Aber sie konnte nicht mehr.


    Und dann stehst du da…

    Mit einem Hund, der fast 40 Kilo wiegt.

    Und weißt:

    👉 Eigentlich müsste ich ihr jetzt helfen.

    Aber wie?

    40 Kilo trägt man nicht einfach.
    Schon gar nicht mehrmals am Tag.
    Und schon gar nicht so, dass es für den Hund angenehm ist.

    Man merkt erst, wie schwer 40 Kilo sind…
    👉 wenn der eigene Hund plötzlich nicht mehr springen kann.


    Wir haben vieles ausprobiert… und vieles wieder verworfen

    Wenn man helfen will, probiert man alles.

    Wir hatten:

    • Tragegurte
    • Hundetragetaschen
    • verschiedene Hilfen
    • und auch eine Hundetreppe für den Einstieg ins Auto

    Aber ganz ehrlich:

    👉 Bei einem Hund mit fast 40 Kilo ist vieles einfach nicht praktikabel.

    Und die Hundetreppe?

    Die hätte eigentlich eine gute Lösung sein können.
    Aber Jule konnte im Alter nicht mehr gut sehen.

    👉 Sie hat sich darauf einfach nicht sicher gefühlt.

    Und genau das war der Punkt.

    Denn wenn ein Hund unsicher ist,
    hilft auch die beste Lösung nichts.


    Sie musste nicht getragen werden… aber sie brauchte Hilfe

    Das war für mich der schwierigste Moment zu verstehen.

    👉 Sie war nicht hilflos
    👉 aber sie war auch nicht mehr selbstständig

    Und genau dazwischen liegt dieser Bereich,
    in dem man lernen muss, richtig zu unterstützen.


    Und dann kam diese eine Lösung

    Die Multifunktionsweste.

    Und ich sage das wirklich ehrlich:

    👉 Sie hat uns den Alltag zurückgegeben.


    Warum die Weste für uns so wertvoll war

    Jule brauchte keine Hilfe, die sie trägt.

    Sie brauchte Sicherheit.

    👉 Der Griff am Rücken war der entscheidende Punkt.

    Ich konnte sie:

    • stabilisieren
    • beim Einsteigen ins Auto unterstützen
    • kleine Hürden gemeinsam mit ihr überwinden

    Ohne Druck.
    Ohne Zwang.
    Einfach mit Gefühl.


    Mehr als nur eine Hilfe beim Laufen

    Was ich vorher nicht erwartet hätte:

    Diese Weste war nicht nur körperliche Unterstützung.

    Als Jule schlechter sehen konnte,
    hat ihr der Kontakt über den Griff zusätzlich Sicherheit gegeben.

    👉 Sie wusste: Ich bin da.

    Und das hat man gespürt.


    Was die Weste besonders macht

    Die Weste ist vielseitiger, als man im ersten Moment denkt:

    Schwimmhilfe
    Durch herausnehmbare Einlagen bleibt der Hund stabil im Wasser

    Rehabilitationshilfe
    Perfekt zum sanften Unterstützen und Anheben

    Wärmende Hundejacke
    Ohne Einlagen auch als isolierender Mantel nutzbar

    👉 Genau diese Kombination macht sie im Alltag so wertvoll

    👉* Multifunktionsweste


    Für wen diese Unterstützung sinnvoll ist

    Diese Art von Hilfe kann besonders sinnvoll sein bei:

    👉 älteren Hunden
    👉 Arthrose oder Gelenkproblemen
    👉 unsicheren Bewegungen
    👉 nach Operationen


    Arthrose beim Hund – ein Thema, das viele betrifft

    Arthrose ist etwas, das viele Hunde im Alter begleitet.

    Bei Jule kam es schleichend.
    Und wir mussten lernen, ihren Alltag Stück für Stück anzupassen.

    👉 Dazu habe ich hier einen Beitrag geschrieben,
    weil dieses Thema so wichtig ist.

    👉 Arthrose beim Hund – erste Anzeichen erkennen und natürlich unterstützen


    Mein Fazit

    Manchmal sind es nicht die großen Dinge,
    sondern die kleinen Hilfen, die alles verändern.

    Diese Weste war für uns genau das.

    👉 Sie hat Jule nicht verändert
    👉 sondern ihr geholfen, sie selbst zu bleiben

    Und genau das ist es, was am Ende zählt 💛


    Wenn du in einer ähnlichen Situation bist

    Ich weiß, wie schwer es ist, seinen Hund so zu sehen.

    Und wie sehr man helfen möchte.

    👉 Vielleicht ist genau das eine Unterstützung,
    die euch den Alltag leichter macht.

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