Es gibt Phasen, da erkenne ich meinen eigenen Hund kaum wieder.
Und nein, ich spreche nicht von Welpenzeit, Pubertät oder Matschattacken.
Ich spreche von der Zeit nach der Läufigkeit.
Denn dann passiert bei Maja manchmal etwas sehr Merkwürdiges:
👉 Aus Maja wird plötzlich Major.
Als plötzlich alles anders wurde
Das erste Mal fiel mir das vor einigen Jahren auf.
Maja war mit ihrer Läufigkeit durch.
Eigentlich sollte wieder Ruhe einkehren.
Stattdessen entwickelte sie plötzlich ein völlig neues Hobby:
👉 Elina besteigen.
Und zwar ständig.
Elina verstand die Welt nicht mehr.
🐾 Elina denkt:
„Spielen wir jetzt?“
🐾 Maja denkt:
„Keine Zeit für Erklärungen.“
Maja war wie in einem Tunnel.
Kaum stand Elina irgendwo herum, hing Maja schon wieder auf ihr.
Für Elina war das verwirrend.
Für mich war es anstrengend.
Und ehrlich gesagt:
Für alle Beteiligten ziemlich nervig.
Mein erster Gedanke: Hormone
Da ich das Verhalten von Maja sonst überhaupt nicht kannte, war schnell klar:
Hier stimmt hormonell etwas nicht.
Zunächst gab ich ihr ihr Konstitutionsmittel Pulsatilla.
Das brachte etwas Entlastung.
Aber das eigentliche Problem verschwand nicht.
Heute würde ich übrigens sagen:
Konstitutionsmittel sind noch einmal ein eigenes Thema.
Dazu schreibe ich irgendwann einen separaten Artikel.
Meine Tierärztin hatte eine klare Meinung
Natürlich habe ich das Thema auch mit meiner Tierärztin besprochen.
Ihre Aussage war recht eindeutig.
Ja, es gäbe hormonelle Medikamente.
Aber diese greifen teilweise sehr stark in den Hormonhaushalt ein.
Sie selbst würde sie nur sehr zurückhaltend einsetzen.
Ihr Rat war:
👉 Die Hunde in dieser Zeit möglichst trennen.
Eine verständliche Empfehlung.
Im Alltag aber gar nicht so einfach umzusetzen.
Denn Maja und Elina leben natürlich zusammen.
Die Anzeige, die niemals veröffentlicht wurde
Eines Abends war ich so genervt, dass ich aus Spaß eine Anzeige schrieb.
Natürlich nicht ernst gemeint.
Und natürlich habe ich sie niemals veröffentlicht.
Sie lautete ungefähr so:
Major – schwarzer Labrador-Rüde abzugeben
2 Jahre alt.
Grundgehorsam vorhanden.
Verschmust.
Verspielt.
Sollte dringend kastriert werden.
Dazu setzte ich ein Foto von Maja.
Die Anzeige schickte ich an meine Freundin Nicky.
Dummerweise war Nicky gerade mit ihrem Mann auf einem Elternabend.
Und noch dummererweise hatte sie die Nachricht nur überflogen.
Als sie später im Auto saßen, rief sie mich völlig aufgelöst an.
„Das gibt’s doch nicht!“
„Typisch!“
„Die Leute schaffen sich einen Hund an und geben ihn dann wieder ab!“
„Unfassbar!“
Je länger sie redete, desto schwieriger wurde es für mich, ernst zu bleiben.
Irgendwann bekam ich einen Lachanfall.
Das stoppte ihren Redefluss sofort.
Ich sagte nur:
„Schau bitte nochmal auf das Foto.“
Kurze Stille.
Dann:
„Das ist ja Maja!“
Und anschließend lachten wir beide Tränen.
Was uns wirklich geholfen hat
Mit der Zeit habe ich gelernt, diese hormonelle Phase besser zu begleiten.
Heute bekommt Maja rund um ihre Läufigkeit gezielt Unterstützung.
Dazu gehören:
👉 Lachesis
👉 sowie eine Kräutermischung zur Unterstützung des Hormonhaushalts
Mit dieser Kombination kommen wir inzwischen deutlich entspannter durch diese Zeit.
Die Kräuter gebe ich etwa vier Wochen lang ins Futter.
Und ehrlich gesagt:
Seitdem ist Major deutlich kürzer zu Besuch. 😄
Wer Maja kennt, weiß allerdings:
Ganz verschwinden wird ihr Talent für fragwürdige Entscheidungen vermutlich nie. 😄
Egal ob Hormone, Blumenwiesen oder andere Abenteuer – langweilig wird es mit ihr selten.
👉 Wie kreativ Maja manchmal sein kann, erfährst du auch hier:
Maja und die Sache mit dem Matsch
Mein Blick darauf
Nicht jede Verhaltensänderung ist Erziehung.
Nicht jede Verhaltensänderung ist Ungehorsam.
Und manchmal steckt schlicht der Hormonhaushalt dahinter.
Gerade bei Hündinnen lohnt es sich deshalb, genauer hinzuschauen.
Heute weiß ich:
Wenn Maja plötzlich beginnt, sich sehr ungewöhnlich zu verhalten, schaue ich zuerst auf die hormonelle Situation.
Und meistens erklärt sich dann vieles ganz von allein.
🐾 Elina denkt:
„Ich bin froh, dass Major nicht dauerhaft eingezogen ist.“
🐾 Maja denkt:
„Ich fand die Idee eigentlich ganz gut.“
Hinweis
Die Kräutermischung Phytormon, die ich in dieser Zeit verwende, beziehe ich über die Bio-Apotheke.
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