Manche Situationen vergisst man nie.
Nicht, weil etwas Schlimmes passiert ist.
Sondern weil sie einem zeigen, wie Hunde manchmal ticken.
Maja und Elina sind beide typische Labradore.
Freundlich.
Offen.
Und anderen Hunden gegenüber grundsätzlich sehr entspannt.
Deshalb hätte ich nie gedacht, dass ausgerechnet sie einmal ihren Garten verteidigen würden.
Der kleine Besucher
Damals waren die beiden noch deutlich jünger.
Ich stand in der Küche und kochte.
Von dort kann ich direkt in unseren Garten schauen.
Maja und Elina lagen ganz entspannt im Wohnzimmer und schliefen.
Plötzlich fiel mir etwas auf.
Mitten in unserem Garten stand ein kleiner weißer Spitz.
Er schaute sich ganz in Ruhe um.
Ich musste schmunzeln und sagte laut:
„Na, kleiner Freund…
ich glaube nicht, dass meine Mädels das so gut finden, dass Du einfach hier spazieren gehst.“
Natürlich verstand er mich nicht.
Zumindest dachte ich das.
Denn im nächsten Moment schaute er mich an…
hob ganz gemütlich sein Bein…
und pinkelte an unser Treppengeländer.
Als wäre das völlig selbstverständlich.
Danach drehte er sich um und verschwand wieder.
Ich musste lachen.
Und ehrlich gesagt hatte ich die Geschichte schon fast wieder vergessen.
Einige Tage später…
Ein paar Tage später stand ich wieder in der Küche.
Die Terrassentür war geöffnet.
Maja und Elina lagen wie immer ganz entspannt im Wohnzimmer.
Plötzlich schossen beide gleichzeitig an mir vorbei.
So schnell, dass ich im ersten Moment überhaupt nicht wusste, was los war.
Sie mussten den kleinen Spitz gesehen oder gerochen haben.
Denn beide rannten ohne zu zögern in den Garten.
Wie zwei kleine Rachegöttinnen.
Ich lief sofort hinterher.
Das ging plötzlich alles ganz schnell
Der kleine Spitz erschrak.
Er wollte zurück nach Hause.
Wie sich später herausstellte, wohnte er mehrere Häuser weiter und hatte irgendwo ein kleines Loch im Zaun gefunden.
Nur diesmal fand er den Rückweg nicht.
Stattdessen versuchte er, sich auf die Terrasse unseres direkten Nachbarn zu retten.
Dorthin führte eine schmale, steile Treppe.
In seiner Hektik verlor er offenbar den Halt und stürzte die Treppe hinunter.
Als ich dort ankam, stand der kleine Spitz unten auf der Terrasse und bellte laut.
Maja und Elina standen oben an der Treppe.
Und bellten zurück.
Nicht unten bei ihm.
Nicht im direkten Kontakt.
Sondern von oben.
Ich rief beide sofort zu mir.
Zum Glück kamen sie direkt.
Ich brachte sie ins Haus und schloss die Terrassentür.
Erst dann schaute ich nach dem kleinen Hund.
Ein Besuch bei der Nachbarin
Inzwischen hatte der kleine Spitz die Treppe wieder geschafft.
Als er mich sah, lief er davon.
Ich beobachtete, wie er schließlich durch eine kleine Öffnung im Zaun verschwand.
Dabei fiel mir auf, dass er leicht humpelte.
Ich hoffte sehr, dass nichts Ernstes passiert war.
Ich ging zurück ins Haus.
Öffnete unsere homöopathische Hausapotheke.
Ohne lange nachzudenken, griff ich zu Traumeel.
Es gehört seit vielen Jahren zu den Mitteln, die in unserer Hausapotheke einfach nicht fehlen dürfen. Gerade nach kleineren Verletzungen, Prellungen oder Verstauchungen habe ich damit bei meinen Hunden gute Erfahrungen gemacht.
Natürlich konnte ich nicht einschätzen, ob sich der kleine Spitz ernsthaft verletzt hatte.
Aber ich wollte der Besitzerin zumindest etwas mitgeben, das sich bei uns über viele Jahre bewährt hat.
👉 Warum Traumeel seit vielen Jahren einen festen Platz in unserer Hausapotheke hat und in welchen Situationen ich es bei Maja und Elina einsetze, habe ich hier aufgeschrieben:
Traumeel ein bunte Mischung pflanzlicher Helfer
Mit der kleinen Packung in der Hand machte ich mich auf die Suche nach seinem Zuhause.
Nach dem dritten Haus klingelte ich schließlich an der richtigen Tür.
Eine junge Frau öffnete.
Den kleinen Spitz hielt sie bereits auf dem Arm.
Ich erzählte ihr, was passiert war, und dass mir aufgefallen war, dass ihr Hund humpelte.
Sie hörte sich alles ruhig an und erzählte mir, dass der kleine Kerl wohl öfter alleine unterwegs sei und sich schon häufiger in andere Gärten verirrt hätte.
Mit einem Lächeln sagte sie:
„Er ist schließlich selbst schuld.“
Ich gab ihr das Traumeel und erklärte ihr kurz, wie sie es geben könnte.
Ob sie es tatsächlich verwendet hat, weiß ich bis heute nicht.
Ein paar Tage später sah ich die beiden wieder.
Der kleine Spitz lief ganz normal an der Leine Richtung Park.
Er humpelte nicht mehr.
Und ich war einfach nur froh, dass die Geschichte offenbar ohne Folgen ausgegangen war.
Und plötzlich bewachten meine Hunde den Garten
In den Tagen danach fiel mir etwas auf.
Maja und Elina waren draußen deutlich aufmerksamer als sonst.
Sie beobachteten den Garten.
Passten auf.
Als würden sie kontrollieren, ob der kleine Spitz noch einmal auftauchte.
Das machte mir ehrlich gesagt Sorgen.
Nicht, weil ich Angst vor meinen Hunden hatte.
Sondern weil ich nicht wollte, dass aus dieser einen Situation ein dauerhaftes Verhalten entstand.
Deshalb sprach ich in der Hundeschule darüber und telefonierte zusätzlich mit einer Hundeexpertin.
Ihre Antwort hat mich sehr beruhigt.
Sie sagte nur:
„Die beiden haben aus ihrer Sicht alles richtig gemacht.
Sie haben lediglich deutlich gemacht:
‚Das hier ist unser Revier. Hier hast Du nichts zu suchen.’“
Und genauso war es.
Nach kurzer Zeit legte sich dieses Verhalten wieder ganz von selbst.
Der kleine Spitz kam nie wieder in unseren Garten.
Und Maja und Elina wurden wieder genau die freundlichen Hunde, die sie immer gewesen waren.
Was ich daraus gelernt habe
Diese Situation hat mir gezeigt, wie schnell Hunde in bestimmten Momenten ganz ursprüngliches Verhalten zeigen können.
Nicht aus Aggression.
Nicht, weil sie andere Hunde nicht mögen.
Sondern weil sie ihr Zuhause schützen.
Gerade Labradore gelten als ausgesprochen freundliche Familienhunde.
Und das sind sie auch.
Trotzdem bleiben sie Hunde.
Mit Instinkten.
Mit einer klaren Vorstellung davon, was zu ihrem Revier gehört.
Vielleicht war genau das einer dieser Momente.
Und ich bin bis heute dankbar, dass außer einem kleinen Schrecken und einem humpelnden Spitz nichts Schlimmeres passiert ist.
🐾 Maja denkt:
„Also… wer einfach in unseren Garten spaziert und auch noch ans Geländer pinkelt…
der muss sich wirklich nicht wundern, wenn wir mal nachfragen, was er hier eigentlich macht.“ 😄

Kommentar verfassen