Süßholzwurzel gehört zu den Kräutern, die mich schon sehr lange begleiten.
Ich kenne sie noch aus meiner Kindheit.
Damals konnte man in der Apotheke richtige Stücke Süßholzwurzel kaufen und darauf kauen.
Diesen besonderen süßlichen Geschmack habe ich bis heute im Kopf.
Viele Jahre später wurde Süßholzwurzel dann aus einem ganz anderen Grund wieder interessant für mich:
Für meine Hunde.
Vor allem bei einem empfindlichen Magen gehört sie für mich bis heute zu den Kräutern, die ich gerne im Haus habe.
Was ist Süßholzwurzel?
Süßholzwurzel stammt von der Süßholzpflanze und wird schon sehr lange in der Pflanzenheilkunde verwendet.
Besonders interessant sind ihre Inhaltsstoffe im Zusammenhang mit:
👉 Magen und Verdauung
👉 gereizten Schleimhäuten
👉 entzündlichen Prozessen
👉 Immunsystem
Für mich ist genau diese Kombination spannend.
Denn gerade bei Hunden mit einem empfindlichen Magen schaue ich nicht nur darauf, was den Bauch kurzfristig beruhigen könnte.
Ich schaue immer auf den ganzen Hund.
Warum Süßholzwurzel bei einem empfindlichen Hundemagen interessant sein kann
Wenn der Magen immer wieder empfindlich reagiert, merkt man das bei Hunden manchmal auf ganz unterschiedliche Weise.
Zum Beispiel durch:
👉 häufiges Schmatzen
👉 Grasfressen
👉 Bauchgrummeln
👉 Unruhe nach dem Fressen
👉 empfindliche Verdauung
👉 wiederkehrende Magenübersäuerung
Natürlich bedeutet nicht jedes Schmatzen oder Grasfressen automatisch, dass der Hund ein Magenproblem hat.
Wenn solche Dinge aber immer wieder auftreten, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Süßholzwurzel gehört für mich zu den Kräutern, die in solchen Situationen interessant sein können.
Magen und Immunsystem gehören für mich oft zusammen
Gerade in der Naturheilkunde schaue ich ungern nur auf ein einzelnes Symptom.
Wenn ein Hund immer wieder mit dem Magen reagiert, frage ich mich auch:
Was belastet den Körper?
Wie geht es dem Hund insgesamt?
Was bekommt er zu fressen?
Gab es Medikamente?
Gibt es andere Erkrankungen?
Und wie stabil ist der Organismus insgesamt?
Das Thema Immunsystem spielte bei uns besonders durch Jule eine große Rolle.
Wie Süßholzwurzel bei uns überhaupt zum Thema wurde
Jule war erst ein halbes Jahr alt, als uns schulmedizinisch gesagt wurde, dass man für sie nichts mehr tun könne.
Damit war für mich aber nicht Schluss.
Wir haben sie homöopathisch und naturheilkundlich begleitet, und im Laufe der Zeit kamen unterschiedliche Ansätze dazu – unter anderem Akupunktur und Bioresonanz.
Manche Behandlungen haben eine Zeit lang sehr gut angeschlagen.
Dann veränderte sich wieder etwas.
Und genau so sucht man mit einem chronisch kranken Hund immer weiter.
Was kann noch unterstützen?
Was passt zu diesem Hund?
Was entlastet den Magen?
Und was kann gleichzeitig den Körper und das Immunsystem begleiten?
In diesem Zusammenhang wurde Süßholzwurzel für mich interessant.
Jule hatte durch ihre Erkrankung immer wieder einen sehr empfindlichen Magen und eine starke Magenübersäuerung.
Süßholzwurzel passte für mich deshalb gut zu den Themen, die uns ohnehin begleiteten:
Magen und Immunsystem.
Wie ich Süßholzwurzel bei meinen Hunden gebe
Ich verwende Süßholzwurzel am liebsten als Pulver.
Das ist für mich die einfachste Variante.
Ich kann eine kleine Menge direkt unter das Futter mischen und die Dosierung sehr fein anpassen.
Gerade bei einem empfindlichen Hund würde ich nicht mit einer großen Menge starten.
Ich mache es bei Kräutern lieber so:
👉 sehr klein anfangen
👉 beobachten, wie der Hund reagiert
👉 Verträglichkeit prüfen
👉 die Menge bei Bedarf langsam steigern
Genau so habe ich es auch bei Jule gemacht.
Und genau so handhabe ich es heute bei Maja und Elina.
Warum ich keine starre Dosiertabelle gebe
Gerade bei Kräutern halte ich wenig davon, einfach zu sagen:
Ein Hund mit diesem Gewicht bekommt genau diese Menge.
Hunde sind unterschiedlich.
Ein empfindlicher Hund reagiert anders als ein robuster Hund.
Auch Alter, Gesundheitszustand, Medikamente, Fütterung und das jeweilige Produkt spielen eine Rolle.
Deshalb ist mir die individuelle Verträglichkeit wichtiger als eine starre Tabelle.
Bei meinen Hunden beginne ich mit einer sehr kleinen Menge und schaue erst einmal:
Wie reagiert der Hund überhaupt darauf?
Erst dann entscheide ich, ob ich etwas verändere.
Früher in der Apotheke – heute gar nicht mehr so selbstverständlich
Als ich Süßholzwurzel wieder verwenden wollte, dachte ich zunächst ganz unkompliziert:
Ich gehe einfach in die Apotheke und hole welche.
So kannte ich das schließlich noch aus meiner Kindheit.
Also bin ich losgezogen.
Und stellte fest:
Ganz so einfach war das gar nicht mehr.
Viele Apotheken haben Süßholzwurzel heute nicht mehr einfach vorrätig.
Ich musste also erst einmal schauen, wo ich sie zuverlässig bekomme.
Heute kaufe ich Süßholzwurzel als Pulver bei Bio-Apo.
Für die Hunde finde ich Pulver ohnehin praktischer als ganze Wurzelstücke.
Es lässt sich einfach unter das Futter mischen und sehr fein dosieren.
Süßholzwurzel als Pulver oder Tee?
Natürlich kann Süßholzwurzel auch als Tee zubereitet werden.
Für meine Hunde bevorzuge ich trotzdem das Pulver.
Es ist unkompliziert.
Ich muss nichts aufkochen.
Nichts abkühlen lassen.
Und ich kann wirklich mit einer sehr kleinen Menge beginnen.
Deshalb ist Pulver für unseren Alltag einfach die praktischste Lösung.
Wann ich Süßholzwurzel heute einsetze
Maja und Elina haben zum Glück ziemlich robuste Mägen.
Trotzdem gibt es auch bei ihnen Phasen, in denen der Bauch einmal empfindlicher reagiert.
Dann gehört Süßholzwurzel zu den Kräutern, die ich im Hinterkopf habe.
Zum Beispiel wenn ich das Gefühl habe:
👉 der Magen ist empfindlich
👉 der Hund schmatzt häufiger
👉 der Bauch ist etwas unruhig
👉 der Hund frisst auffällig viel Gras
👉 der Verdauungstrakt braucht etwas Unterstützung
Ich gebe sie aber nicht einfach ständig.
Sondern gezielt dann, wenn ich einen Grund dafür sehe.
🐾 Maja denkt:
„Mein Magen ist überhaupt nicht empfindlich. Ich kann alles essen.“
🐾 Elina denkt:
„Das behauptet sie zumindest.“
Süßholzwurzel und Sodbrennen beim Hund
Gerade bei Sodbrennen oder Magenübersäuerung denken viele zunächst an Futterumstellung, Schonkost oder säurebindende Mittel.
Das kann je nach Situation natürlich sinnvoll sein.
Süßholzwurzel ist für mich eher eine zusätzliche pflanzliche Unterstützung, wenn Magen und Schleimhäute empfindlich reagieren.
Wenn Dein Hund häufiger schmatzt, Gras frisst oder nach dem Fressen unruhig ist, findest Du hier auch meinen ausführlicheren Beitrag:
👉 Sodbrennen beim Hund – Ursachen, Symptome und was helfen kann
Süßholzwurzel und Ulmenrinde – wo liegt der Unterschied?
Bei Magenproblemen taucht sehr häufig auch die Ulmenrinde auf.
Beide Pflanzen können bei einem empfindlichen Magen interessant sein.
Ich würde sie trotzdem nicht gleichsetzen.
Ulmenrinde enthält viele Schleimstoffe.
Mit Wasser angerührt entsteht daraus eine zähflüssige Masse.
Gerade bei gereizten Schleimhäuten kann das interessant sein.
Süßholzwurzel ist für mich eher ein Kraut, das ich im größeren Zusammenhang von Magen, Schleimhäuten und allgemeiner Unterstützung betrachte.
Welche Pflanze besser passt, hängt vom jeweiligen Hund und der Situation ab.
Und auch hier gilt:
Nicht alles gleichzeitig geben, nur weil alles irgendwie zum Thema Magen gehört.
Süßholzwurzel und das Immunsystem
Dieser Punkt ist mir besonders wichtig.
Süßholzwurzel war bei uns nie nur ein „Magenkraut“.
Gerade bei Jule war der Zusammenhang mit dem Immunsystem ein wesentlicher Grund, warum ich mich überhaupt näher damit beschäftigt habe.
Bei einem chronisch belasteten Hund schaue ich immer:
Was unterstützt nicht nur ein einzelnes Symptom, sondern den Organismus insgesamt?
Natürlich ersetzt ein Kraut keine notwendige Behandlung.
Aber Pflanzenheilkunde kann für mich eine wertvolle Begleitung sein.
Und Süßholzwurzel gehört zu den Kräutern, mit denen wir dabei gute Erfahrungen gemacht haben.
Was ich bei Süßholzwurzel wichtig finde
Süßholzwurzel ist für mich kein Kräuterpulver, das ich gedankenlos dauerhaft in den Napf gebe.
Gerade bei längerer Anwendung schaue ich genau hin.
Mein Weg ist deshalb:
👉 gezielt einsetzen
👉 klein beginnen
👉 Verträglichkeit beobachten
👉 nur langsam steigern
👉 nicht unnötig viele Mittel gleichzeitig kombinieren
Und wenn ein Hund dauerhaft oder stark unter Magenproblemen leidet, sollte natürlich geklärt werden, warum.
Denn auch das beste Kraut ersetzt nicht die Suche nach der Ursache.
Mein Blick darauf
Süßholzwurzel gehört für mich zu diesen etwas unscheinbaren Kräutern, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient haben.
Vielleicht auch deshalb, weil viele sie nur mit Lakritz verbinden.
Für mich ist sie längst etwas anderes.
Ein Kraut, das uns bei einem empfindlichen Magen begleitet hat.
Ein Kraut, das für mich gleichzeitig beim Thema Immunsystem interessant wurde.
Und eines, das ich bis heute gerne im Haus habe.
Maja und Elina brauchen es zum Glück nicht oft.
Aber wenn der Magen einmal Unterstützung gebrauchen kann, weiß ich:
Süßholzwurzel ist eine Möglichkeit, die ich kenne und mit der wir gute Erfahrungen gemacht haben.
🐾 Maja denkt:
„Wenn man es essen kann, nehme ich es.“
🐾 Elina denkt:
„Oh, wenn Maja es frisst, fresse ich es auch.“
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