Man sieht ihn nicht.
Und trotzdem beeinflusst er erstaunlich viele Dinge.
👉 die Verdauung
👉 den Appetit
👉 das Wohlbefinden
👉 die Aufnahme von Nährstoffen
👉 das Immunsystem
Der Darm ist weit mehr als nur ein Verdauungsorgan.
Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, wenn ein Hund immer wieder Dinge zeigt, die man zunächst vielleicht gar nicht mit dem Bauch in Verbindung bringen würde.
Wenn im Bauch etwas nicht mehr rund läuft
Manchmal zeigt sich ein Problem ganz deutlich:
👉 Durchfall
👉 Blähungen
👉 Bauchgeräusche
👉 Erbrechen
👉 wechselnder oder schleimiger Kot
Manchmal sind die Hinweise aber weniger eindeutig.
Zum Beispiel:
👉 häufiges Grasfressen
👉 Schmatzen
👉 Sodbrennen
👉 mäkeliges Fressen
👉 Unruhe
👉 häufiges Lecken an den Pfoten
Gerade beim Pfotenlecken gilt allerdings:
Es kann viele unterschiedliche Ursachen haben.
Wenn es aber gemeinsam mit wiederkehrenden Verdauungsproblemen auftritt, lohnt es sich aus meiner Sicht, auch den Darm mit anzuschauen.
🐾 Maja denkt:
„Ich finde schon eine Lösung.“
🐾 Elina denkt:
„Ich zeige lieber direkt, wenn etwas nicht stimmt.“
Warum die Darmflora beim Hund so wichtig ist
Im Darm leben unzählige Mikroorganismen.
Gemeinsam bilden sie das sogenannte Mikrobiom beziehungsweise die Darmflora.
Dieses sensible System ist unter anderem an der Verdauung und Verwertung von Nährstoffen beteiligt und steht in engem Austausch mit dem Immunsystem.
Gerät dieses Gleichgewicht durcheinander, kann sich das beispielsweise in einer veränderten Verdauung zeigen.
Deshalb schaue ich bei länger anhaltenden oder immer wiederkehrenden Beschwerden nicht nur auf ein einzelnes Symptom.
Sondern auf das Gesamtbild.
Was kann die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen?
Es gibt nicht die eine Ursache.
Eine Rolle spielen können zum Beispiel:
👉 Antibiotika und andere Medikamente
👉 Parasiten
👉 Magen-Darm-Infektionen
👉 Futterumstellungen
👉 länger anhaltender Durchfall
👉 Stress
👉 Veränderungen im Alltag
👉 Erkrankungen
Das bedeutet aber nicht, dass hinter jeder kleinen Verdauungsveränderung sofort ein großes Darmproblem steckt.
Ein einmaliger weicher Kot ist etwas anderes als Beschwerden, die über Wochen immer wieder auftauchen.
Was ich bei Maja und Elina beobachte
Zum Glück haben beide ziemlich robuste Labradormägen.
Trotzdem gibt es auch bei uns Situationen, in denen der Bauch deutlich zeigt:
Heute stimmt etwas nicht.
Mal wird mehr Gras gefressen.
Mal wird geschmatzt.
Mal verändert sich der Kot.
Und manchmal merkt man einfach:
Irgendetwas ist aus dem Gleichgewicht geraten.
Dann schaue ich nicht nur darauf, was ich geben könnte.
Sondern zunächst:
Was war vorher?
Was wurde gefressen?
Gab es Medikamente?
Gab es besonderen Stress?
Und wie geht es dem Hund insgesamt?
Akutes Bauchproblem oder wirklicher Darmaufbau?
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Hat ein Hund ein paar Tage Durchfall und anschließend ist wieder alles normal, bedeutet das nicht automatisch, dass er eine mehrwöchige Darmsanierung braucht.
In einer akuten Situation können zunächst Ruhe, eine passende Fütterung oder zum Beispiel die Morosche Karottensuppe sinnvoll sein.
Anders sieht es aus, wenn der Darm über längere Zeit stark belastet war oder Beschwerden immer wiederkehren.
Dann kann ein gezielter Darmaufbau sinnvoll werden.
👉 Darmsanierung beim Hund – Schritt für Schritt die Darmflora aufbauen
Dort habe ich ausführlich beschrieben, wie ich dabei vorgehe und welche Rolle unter anderem Heilerde, Ulmenrinde, Ballaststoffe, Präbiotika und Probiotika spielen können.
Mehr zu einzelnen Magen-Darm-Themen
Wenn Du zu einem bestimmten Thema genauer lesen möchtest:
👉 Verdauungsprobleme beim Hund
👉 Morosche Karottensuppe für Hunde
Mein Blick auf die Darmgesundheit
Für mich beginnt Darmgesundheit nicht mit einem Produkt.
Sondern mit Beobachtung.
Was hat sich verändert?
Was zeigt mein Hund?
Und seit wann?
Denn gerade bei wiederkehrenden Beschwerden lohnt es sich, nicht nur das einzelne Symptom zu betrachten.
Sondern herauszufinden, warum der Bauch immer wieder aus dem Gleichgewicht gerät.
🐾 Maja denkt:
„Wenn ich irgendwie drankomme, wird es wohl für mich gedacht sein.“
🐾 Elina denkt:
„Dürfen wir das überhaupt?“
Und genau deshalb lohnt es sich, den Darm nicht erst dann zu beachten, wenn große Probleme entstehen.
Sondern auch die kleinen Veränderungen ernst zu nehmen.
Hinweis
Dieser Beitrag basiert auf meinen Erfahrungen als Tierheilpraktikerin sowie auf meinen Erfahrungen mit meinen eigenen Hunden.
Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.
Bei starken, wiederkehrenden oder länger anhaltenden Beschwerden sowie bei einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustandes lass Deinen Hund bitte tierärztlich untersuchen.

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