Ferienhaus mit Hund: Diese Dinge solltest Du vor der Buchung prüfen

Jule Ferienhaus

Wenn wir ein Ferienhaus mit Hund suchen, schaue ich natürlich zuerst:

Sind Hunde erlaubt?

Gibt es einen Garten?

Wie weit ist es bis zum Strand oder zu schönen Spazierwegen?

Gerade wenn Du mit zwei Hunden unterwegs bist, kommen noch einmal einige Punkte dazu. Darüber habe ich bereits in meinem Beitrag „Urlaub mit zwei Hunden planen“ geschrieben.

Aber es gibt noch eine ganz andere Seite.

Nämlich die Dinge, die in einer Ferienhausbeschreibung manchmal kaum erwähnt werden.

Und die Du vielleicht erst bemerkst, wenn Du bereits angekommen bist.

Bei uns war es einmal eine offene Wendeltreppe.

Das Schlafzimmer lag oben und Jule lief die Treppe ohne Probleme hinauf.

Nur wieder herunter?

Keine Chance.

Sie kannte solche offenen Treppen nicht und traute sich schlicht nicht.

Also haben wir unseren rund 35 Kilo schweren Großen Schweizer Sennenhund die ersten Tage die Wendeltreppe hinuntergetragen.

Das war der Moment, in dem ich gelernt habe:

Bei einem Ferienhaus mit Hund lohnt es sich, die Bilder noch einmal ganz anders anzuschauen.

Nicht nur:

„Gefällt mir das Haus?“

Sondern:

„Kommt mein Hund hier gut zurecht?“

Und genau darauf achte ich inzwischen vor der Buchung.

1. Gibt es Treppen im Ferienhaus?

Seit unserer Erfahrung mit Jule schaue ich auf diesen Punkt besonders genau.

Treppen sind nämlich nicht gleich Treppen.

Eine normale geschlossene Treppe kann für einen Hund überhaupt kein Problem sein.

Eine offene Wendeltreppe kann dagegen ganz anders wirken.

Vor allem dann, wenn Dein Hund so etwas nicht kennt.

Für Jule war das Hochgehen kein Problem.

Das Heruntergehen schon.

Sie sah durch die offenen Stufen nach unten und traute sich nicht.

Die ersten Tage blieb uns also nichts anderes übrig, als sie herunterzutragen.

Bei 35 Kilo war das durchaus sportlich.

Nach ein paar Tagen fasste sie Vertrauen und lief schließlich selbst.

Seitdem weiß ich:

Wenn Dein Hund offene, steile oder ungewohnte Treppen nicht kennt, lohnt sich ein genauer Blick auf die Fotos des Ferienhauses.

Im Zweifel würde ich beim Vermieter nachfragen.

2. Wo befindet sich das Schlafzimmer?

Dieser Punkt hängt direkt mit den Treppen zusammen.

Liegt das Schlafzimmer im Obergeschoss?

Und wenn ja:

Kommt Dein Hund dort gut hin?

Oder könnte er im Erdgeschoss schlafen?

Gerade wenn Dein Hund nachts gern in Deiner Nähe ist, kann die Raumaufteilung wichtig werden.

Ein wunderschönes Ferienhaus bringt wenig, wenn Du am ersten Abend feststellst:

Der Hund kommt zwar problemlos ins Wohnzimmer, aber nicht dorthin, wo Du schläfst.

Bei älteren oder großen Hunden würde ich deshalb besonders darauf achten.

3. Ist der Garten wirklich sicher eingezäunt?

„Garten vorhanden“ klingt erst einmal wunderbar.

Aber ein Garten ist nicht automatisch ein sicherer Garten.

Ich schaue deshalb genauer hin.

Ist das Grundstück wirklich komplett eingezäunt?

Gibt es eine offene Einfahrt?

Sind irgendwo größere Lücken?

Wie hoch ist der Zaun?

Gerade wenn Dein Hund gern auf Entdeckungstour geht, kann das einen großen Unterschied machen.

Für mich ist ein sicher eingezäunter Garten im Urlaub ein riesiger Vorteil.

Die Hunde können draußen liegen.

Man selbst kann entspannt auf der Terrasse sitzen.

Und niemand muss ständig überlegen, ob der Hund vielleicht doch irgendwo einen Ausgang findet.

Maja und Elina im Ferienhaus mit Garten

4. Wie hoch ist der Zaun?

Auch das ist ein Punkt, der schnell übersehen wird.

„Eingezäunt“ klingt beruhigend.

Aber ein sehr niedriger Zaun reicht bei manchen Hunden eben nicht.

Je nachdem, wie groß oder sprungfreudig Dein Hund ist, kann die Zaunhöhe wichtig sein.

Bei einem kleinen Hund sieht das natürlich anders aus als bei einem großen Hund.

Ich würde deshalb nicht nur schauen, ob ein Zaun vorhanden ist, sondern auch, wie er aussieht.

5. Gibt es offene Bereiche im Garten?

Manchmal ist ein Garten fast vollständig eingezäunt.

Fast.

Und genau dieses kleine Wort kann entscheidend sein.

Eine offene Zufahrt.

Ein Weg zur Terrasse.

Ein Bereich neben dem Haus.

Auf Fotos sieht das manchmal gar nicht so offensichtlich aus.

Wenn Dir ein sicherer Garten wichtig ist, würde ich deshalb lieber einmal genauer hinschauen oder nachfragen.

6. Wie sehen die Böden im Ferienhaus aus?

Auch auf die Böden achte ich inzwischen mehr.

Sehr glatte Fliesen oder sehr glattes Laminat können für manche Hunde unangenehm sein.

Vor allem ältere Hunde oder Hunde, die auf glatten Böden unsicher sind, können damit Probleme haben.

Natürlich muss ein Ferienhaus nicht überall Teppich haben.

Aber wenn Du weißt, dass Dein Hund auf glatten Böden Schwierigkeiten hat, würde ich mir die Fotos genau ansehen.

Das ist so ein typisches Detail, das man bei der Buchung schnell übersieht.

7. Gibt es steile Stufen am Hauseingang?

Nicht nur im Haus können Treppen eine Rolle spielen.

Auch der Eingang kann wichtig sein.

Führen mehrere steile Stufen zur Haustür?

Gibt es eine hohe Terrasse?

Muss der Hund irgendwo regelmäßig hoch- oder runterspringen?

Für einen jungen, fitten Hund ist das vielleicht völlig egal.

Für einen älteren oder körperlich eingeschränkten Hund kann es dagegen wichtig sein.

Deshalb würde ich auch den Eingangsbereich einmal genauer anschauen.

8. Gibt es genug Platz für Deinen Hund?

Auf Ferienhausfotos sieht alles oft großzügig aus.

Aber gerade bei größeren Hunden lohnt es sich, ein bisschen genauer hinzuschauen.

Gibt es im Wohnbereich genug Platz für ein Hundebett?

Kann Dein Hund irgendwo entspannt liegen, ohne ständig im Weg zu sein?

Gibt es im Schlafzimmer einen Platz für ihn, wenn er dort schlafen soll?

Das klingt banal.

Aber gerade mit großen Hunden merkt man schnell, ob eine Unterkunft wirklich praktisch ist.

9. Gibt es einen direkten Zugang nach draußen?

Für mich ist es im Urlaub sehr angenehm, wenn man mit dem Hund unkompliziert nach draußen kommt.

Idealerweise:

Tür auf.

Leine dran.

Los.

Wenn man jedes Mal erst durch mehrere Flure, Treppenhäuser oder eine größere Anlage muss, kann das gerade morgens oder spät abends etwas umständlicher sein.

Das wäre für mich kein Ausschlusskriterium.

Aber ich finde es sehr angenehm, wenn der Weg nach draußen einfach ist.

10. Liegt das Ferienhaus direkt an einer stark befahrenen Straße?

Auch das lässt sich oft schon über die Lage oder Kartenansicht prüfen.

Wenn das Ferienhaus direkt an einer viel befahrenen Straße liegt, kann das mit Hund einfach unpraktisch sein.

Gerade wenn Du morgens direkt loslaufen möchtest oder Dein Hund schnell aus der Tür läuft, ist eine ruhigere Lage oft angenehmer.

Für mich ist es ein großer Pluspunkt, wenn direkt am Haus schon ein ruhiger Weg beginnt.

11. Gibt es Schatten im Garten?

Wenn Du im Sommer verreist, würde ich auch auf diesen Punkt achten.

Ein großer Garten klingt toll.

Aber wenn er den ganzen Tag in der prallen Sonne liegt, bringt er Deinem Hund möglicherweise gar nicht so viel.

Bäume.

Eine überdachte Terrasse.

Ein Sonnenschirm.

Oder ein anderer schattiger Bereich.

Das kann an warmen Tagen sehr angenehm sein.

Gerade wenn die Hunde gern draußen liegen, finde ich Schatten wichtig.

12. Kann der Hund problemlos auf die Terrasse?

Auch hier lohnt sich ein kurzer Blick.

Manche Terrassen sind ebenerdig.

Andere erreichst Du nur über mehrere Stufen.

Für junge Hunde meist kein Thema.

Für ältere Hunde kann es wieder anders aussehen.

Wenn Dein Hund Probleme mit Treppen oder Gelenken hat, würde ich diesen Punkt deshalb mitdenken.

13. Darf der Hund überall ins Haus?

Auch die Hausregeln würde ich vor der Buchung lesen.

Darf der Hund ins Schlafzimmer?

Darf er auf das Sofa?

Gibt es Bereiche, die tabu sind?

Nicht jede Regel ist automatisch ein Problem.

Aber sie sollte zu Euch passen.

Wenn Dein Hund beispielsweise immer bei Dir im Schlafzimmer schläft und Hunde dort nicht erlaubt sind, ist es besser, das vorher zu wissen.

14. Gibt es genügend Platz für zwei Hunde?

Gerade wenn Du mit zwei Hunden unterwegs bist, kommen noch einmal einige Punkte dazu. Darüber habe ich bereits in meinem Beitrag Urlaub mit zwei Hunden planen geschrieben.

Wenn Du mit zwei Hunden reist, lohnt sich auch hier ein genauer Blick.

Ein kleines Ferienhaus kann für zwei größere Hunde schnell eng werden.

Gerade wenn beide ihre festen Liegeplätze brauchen, ist etwas mehr Platz einfach angenehm.

Für uns ist das inzwischen ein Punkt, den ich auf den Fotos mitdenke.

Nicht nur:

Wie viele Personen passen hinein?

Sondern auch:

Wie viel Platz bleibt für die Hunde?

15. Ein Wasseranschluss draußen kann praktisch sein

Das ist für mich kein entscheidender Punkt bei der Buchung.

Aber wenn Du mit Deinem Hund viel am Strand unterwegs bist, kann ein Wasseranschluss draußen praktisch sein.

Sand.

Matsch.

Nasse Pfoten.

Gerade nach einem Strandtag ist es angenehm, wenn man den Hund kurz abspülen kann.

Für mich wäre das eher ein schönes Extra.

Kein Muss.

🐾 Maja denkt:
„Ich verstehe das Problem mit dem Sand immer noch nicht.“

Natürlich nicht.

Worauf ich bei einem Ferienhaus mit Hund heute besonders achte

Wenn ich heute ein Ferienhaus buche, schaue ich nicht mehr nur darauf, ob mir die Unterkunft gefällt.

Ich überlege automatisch:

Kommt mein Hund hier gut zurecht?

Gibt es Treppen?

Wie sehen sie aus?

Ist der Garten wirklich sicher?

Gibt es genug Platz?

Kann mein Hund dort schlafen, wo es für uns passt?

Wie einfach komme ich nach draußen?

Das sind keine komplizierten Dinge.

Aber sie können im Urlaub einen großen Unterschied machen.

Schau Dir die Fotos mit den Augen Deines Hundes an

Die Geschichte mit Jule und der Wendeltreppe ist für mich bis heute das beste Beispiel.

Wir hatten uns das Ferienhaus vorher natürlich angesehen.

Die Treppe war da.

Wir hatten sie nur nicht als mögliches Problem wahrgenommen.

Warum auch?

Für uns war es einfach eine Treppe.

Für Jule war es plötzlich ein Hindernis.

Seitdem schaue ich Ferienhausbilder anders an.

Nicht nur:

Gefällt mir die Küche?

Ist die Terrasse schön?

Wie sieht das Schlafzimmer aus?

Sondern auch:

Wie erlebt mein Hund dieses Haus?

Und genau diese Frage würde ich jedem empfehlen, der einen Urlaub mit Hund plant.

Meine Checkliste für die Ferienhaus-Buchung mit Hund

Bevor ich buche, würde ich heute auf diese Punkte achten:

  • Gibt es Treppen im Haus?
  • Sind die Treppen offen, steil oder sehr schmal?
  • Liegt das Schlafzimmer im Obergeschoss?
  • Kann der Hund alternativ im Erdgeschoss schlafen?
  • Ist der Garten wirklich vollständig eingezäunt?
  • Ist die Zaunhöhe für meinen Hund ausreichend?
  • Gibt es offene Zufahrten oder andere Lücken?
  • Sind die Böden sehr glatt?
  • Gibt es steile Stufen am Eingang?
  • Gibt es genug Platz für Hundebett oder Liegeplatz?
  • Komme ich unkompliziert mit dem Hund nach draußen?
  • Liegt das Haus an einer stark befahrenen Straße?
  • Gibt es Schatten im Garten?
  • Ist die Terrasse für meinen Hund gut erreichbar?
  • Welche Bereiche des Hauses sind für Hunde erlaubt?

Und wenn Dir Dinge wie ein Wasseranschluss draußen wichtig sind, lohnt sich natürlich auch danach ein Blick.

Und wenn das Ferienhaus gefunden ist, beginnt die nächste Frage: Was muss eigentlich alles mit?

Hier findest Du unsere Reisecheckliste für einen entspannten Urlaub mit Hund.

Mein Fazit

Ein Ferienhaus kann auf den ersten Blick perfekt aussehen.

Schöne Terrasse.

Gemütliches Wohnzimmer.

Tolle Küche.

Nur wenige Minuten bis zum Strand.

Und trotzdem kann ein Detail darüber entscheiden, wie entspannt der Urlaub mit Hund tatsächlich wird.

Bei uns war es damals eine offene Wendeltreppe.

Heute würde ich wahrscheinlich sofort darauf achten.

Genau deshalb lohnt es sich, bei der Buchung nicht nur mit den eigenen Augen hinzuschauen.

Sondern auch einmal mit denen des Hundes.

Denn am Ende soll sich schließlich nicht nur der Mensch im Ferienhaus wohlfühlen.

Sondern alle, die mit in den Urlaub fahren.

🐾 Maja denkt:
„Und ein großer Garten wäre trotzdem schön.“

🐾 Elina denkt:
„Und Platz für meine Sachen.“

Natürlich.

🐾 Maja denkt: Wenn Du wieder vorbeischaust, bekommst Du ein Küsschen.

🐾 Elina denkt: Und ich freue mich schon darauf, Dir unsere nächste Geschichte zu erzählen.

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