Blogbeiträge nach Themen

Finde schnell, was du suchst:

  • 🐾 Wir lieben die See

    🐾 Wir lieben die See

    Unser Plan war klar: Urlaub an der deutschen Ostsee.

    Mit zwei Hunden.

    Was sich erstmal ganz einfach anhört, wurde schnell zur kleinen Herausforderung.
    Ich habe mein Leben lang Hunde – aber eine passende Unterkunft zu finden, in der zwei große Hunde willkommen sind, ist gar nicht so selbstverständlich.

    Viele Anbieter schreiben zwar: „Hund willkommen“
    Doch schaut man genauer hin – oder landet im Buchungsformular – sieht die Realität oft anders aus:

    👉 1 Hund erlaubt
    👉 2 Hunde eher nicht
    👉 oder: zwei kleine Hunde ja – zwei große Hunde nein

    Und ehrlich gesagt hat mich genau das am meisten überrascht.

    Aus meiner Erfahrung sind große Hunde oft ruhiger, ausgeglichener – manchmal sogar unkomplizierter als kleine Wirbelwinde.
    Und natürlich ist es für mich selbstverständlich, dass meine Hunde niemanden stören, nichts kaputt machen und nicht ständig bellen.

    Trotzdem: Die Suche hat gedauert.


    Irgendwann haben wir dann unser kleines Glück gefunden:
    Ein Ferienhaus auf Fehmarn – mit eingezäuntem Garten und unglaublich netten Vermietern.

    Und was soll ich sagen?
    👉 Es hat sich gelohnt.

    Nur 200 Meter bis zum Naturstrand,
    viel Platz,
    und vor allem: entspannte Hunde.

    Die Mädels konnten rennen, schnüffeln, einfach Hund sein –
    und ich konnte endlich mal durchatmen.

    Es war einer dieser Urlaube, bei denen man merkt:
    👉 Genau so soll es sein.


    Und trotzdem bleibt diese Frage:

    Warum ist es eigentlich so schwer, mit zwei großen Hunden eine passende Unterkunft zu finden?

    Kennst du das auch?

  • 🐾 Leinenführigkeit mit zwei Hunden

    🐾 Leinenführigkeit mit zwei Hunden

    Von klein auf hatte ich Hunde.

    Leinenführigkeit war nie ein großes Thema.
    Meine Hunde konnten ruhig und entspannt an der Leine laufen.

    Ich dachte, das wäre einfach Übungssache.


    Bis zwei Hunde daraus wurden.

    Und zwei völlig unterschiedliche Charaktere.


    🐾 Maja denkt:
    Ich laufe einfach mit.

    🐾 Elina denkt:
    Wo gehen wir hin? Jetzt sofort?!


    Maja läuft ruhig neben mir.
    Unaufgeregt.
    Fast selbstverständlich.

    Elina dagegen?

    Aufgeregt.
    Neugierig.
    Immer in Bewegung.

    Links. Rechts. Vor. Zurück.

    Manchmal habe ich das Gefühl,
    sie läuft den Spaziergang für uns alle mit.


    Und dann gibt es noch Maja.

    Die merkt natürlich ganz genau,
    wann Elina mehr Aufmerksamkeit bekommt.

    Und entscheidet sich dann gern,
    einfach ihr eigenes Ding zu machen.


    👉 Und genau da beginnt das Chaos.


    Der Anfang war… anstrengend

    Ich sage es ehrlich:

    Die erste Zeit war ein Albtraum.

    Zwei Hunde an der Leine,
    zwei komplett unterschiedliche Energien
    und ich irgendwo dazwischen.

    Ich habe vieles ausprobiert.
    Tipps von Hundetrainern.
    Verschiedene Ansätze.

    Aber nichts hat sich wirklich richtig angefühlt.


    Der Moment, der etwas verändert hat

    Irgendwann wurde mir klar:

    Ich kann nicht beide gleichzeitig „korrigieren“.

    Ich musste mich entscheiden.

    Wohin mit meiner Aufmerksamkeit?

    Auf den Hund, der sowieso ruhig läuft?
    Oder auf den, der ständig in Bewegung ist?


    Ich habe mich für Maja entschieden.


    Warum ich mich auf Maja konzentriere

    Maja gibt mir Ruhe.

    Stabilität.
    Eine klare Basis.

    Und genau das hat Elina gebraucht.

    Nicht noch mehr Korrektur.
    Sondern Orientierung.


    🐾 Maja denkt:
    Ich halte das hier zusammen.

    🐾 Elina denkt:
    Okay… ich schaue mal, was ihr macht.


    Mit der Zeit hat Elina gelernt,
    sich daran zu orientieren.

    Nicht perfekt.
    Nicht von heute auf morgen.

    Aber Schritt für Schritt.


    Was ich daraus gelernt habe

    Leinenführigkeit mit zwei Hunden
    ist keine Technik.

    Es ist ein Prozess.

    Und vor allem:

    👉 eine Frage von Ruhe und Aufmerksamkeit


    Man muss nicht alles gleichzeitig lösen.

    Manchmal reicht es,
    eine stabile Basis zu schaffen.

    Und darauf aufzubauen.


    Und heute?

    Es ist nicht immer perfekt.

    Aber es ist ruhig geworden.

    Klarer.
    Entspannter.

    Für mich.
    Und für die beiden.


    Kennst du das?

    Gerade wenn zwei Hunde so unterschiedlich ticken,
    braucht es Zeit,
    bis sich eine gemeinsame Balance entwickelt.

  • 🐾 Als aus einem Spaziergang plötzlich Ernst wurde

    🐾 Als aus einem Spaziergang plötzlich Ernst wurde

    Maja war noch jung.

    Voller Energie.
    Voller Neugier.
    Und immer bereit für das nächste Abenteuer.

    Wasser war damals schon ihr Highlight.

    Pfützen.
    Matsch.
    Alles, was irgendwie nach „rein da“ aussah.


    Es war ein kalter Nachmittag im Februar.

    Wir waren im Wald unterwegs,
    an einer Stelle, die ich gut kannte.

    Im Spätsommer war dort einfach eine Senke gewesen.
    Trocken. Sicher.
    Ein Ort, an dem Maja immer voller Freude
    den Hügel runter und wieder hochgelaufen war.


    An diesem Tag war es anders.

    Es hatte geschneit.
    Und über die Wochen hatte sich Wasser gesammelt.

    Ich stand oben am Rand und sah zu,
    wie Maja unten am Rand der Mulde spielte.

    Sie planschte.
    Sprang.
    Wurde mutiger.

    Schritt für Schritt weiter in die Mitte.


    🐾 Maja denkt:
    Da geht noch mehr.


    Und dann änderte sich alles.

    Plötzlich merkte ich,
    dass der Boden unter ihr nachgab.

    Sie bekam keinen Halt mehr.
    Versank im Matsch.
    Versuchte sich rauszukämpfen.

    Ich rief sie.

    „Maja, komm!“

    Aber sie kam nicht mehr hoch.


    In solchen Momenten denkst du nicht lange.

    Du handelst.

    Ich bin runter in die Senke.
    Zu ihr.

    Ein paar Schritte.

    Und dann passierte es.


    Der Boden gab auch unter mir nach.

    Ich versank.
    Bis zu den Hüften im Morast.

    Eisig kalt.
    Schwer.
    Und mit jedem Schritt ging ich tiefer.


    Ich blieb kurz stehen.

    Versuchte ruhig zu bleiben.
    Zu überlegen.

    Wie kommen wir hier wieder raus?


    Ich rief Maja immer wieder zu mir.
    Versuchte, sie näher zu locken.

    Irgendwann kam ich nah genug ran,
    packte sie am Geschirr
    und zog sie zu mir.


    Dann musste ich uns beide da rausbekommen.

    Ich schob sie mit aller Kraft Richtung Rand.
    Zentimeter für Zentimeter.

    Bis sie endlich festen Boden unter den Pfoten hatte.


    Und ich?

    Ich kämpfte mich hinterher.

    Fast auf allen Vieren.
    Durch Schlamm, Wasser, Blätter.

    Bis ich es auch geschafft hatte.


    Wir standen da.

    Völlig verdreckt.
    Durchnässt.
    Und einfach nur erleichtert.


    Selbst Maja war plötzlich still.

    Fast ein bisschen beeindruckt von dem,
    was gerade passiert war.


    Ich leinte sie an
    und wir gingen direkt zum Auto.

    Zum Glück hatte ich Handtücher dabei.

    Erst Maja.
    Dann ich – so gut es eben ging.

    Und dann nur noch nach Hause.


    Erst danach wurde mir klar, wie gefährlich das war

    In dem Moment funktioniert man einfach.

    Aber im Nachhinein…

    wurde mir bewusst,
    wie schnell so etwas ernst werden kann.

    Ein Ort, der immer sicher war,
    hat sich verändert.

    Unauffällig.
    Still.
    Aber gefährlich.


    Eine Zeit lang bin ich dort nicht mehr spazieren gegangen.

    Erst viel später wieder.

    Und Maja?

    Die hatte ihre eigene Meinung dazu.

    Sie machte sofort wieder Anstalten,
    in die Senke zu laufen.


    🐾 Maja denkt:
    War doch gar nicht so schlimm.


    Und ich dachte nur:

    Hat sie wirklich nichts daraus gelernt?


    Aber wenn ich ehrlich bin…

    Ich kenne sie.

    Und ich glaube, sie denkt:

    👉 „Egal was passiert – Mama holt mich da wieder raus.“


    Warum ich dir das erzähle

    Weil es genau diese Momente sind,
    die man nicht kommen sieht.

    Die Natur verändert sich.

    Was gestern noch sicher war,
    kann heute plötzlich gefährlich sein.


    👉 Achte auf solche Stellen.
    👉 Verlass dich nicht darauf, dass alles gleich bleibt.

    Und im Zweifel:

    Lieber einmal mehr hinschauen.
    Oder einen Schritt zurückgehen.

    Ist dir sowas auch schonmal passiert?